Dienstwaffen-Drama in Gachnang TG: Bub (†13) wurde von Kollegen erschossen

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GACHNANG - TG - Am Samstag Abend wurde ein Bub getötet, als er und seine Kollegen mit der Waffe eines Kantonspolizisten spielten. Jetzt ist klar: Einer seiner Freunde hat auf ihn geschossen.

Der 13-jährige Schüler, der am Samstagabend in Gachnang TG tödlich verletzt wurde, hat die Waffe eines Kantonspolizisten nicht selbst abgefeuert. Gegen seine beiden gleichaltrigen Kollegen und gegen den Polizisten sind Strafuntersuchungen eröffnet worden.

Die zuständige Jugendanwältin Barbara Reifler bestätigte einen entsprechenden Bericht von Radio Zürisee: Die Ermittlungen hätten ergeben, dass das Opfer den tödlichen Schuss nicht selbst abgegeben habe, sagte Reifler. Gegen seine Kollegen wurde eine Untersuchung wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet.

Verfahren gegen Polizisten eröffnet

Die genauen Umstände des Unfalls sind noch unklar. Neben der Jugendanwaltschaft hat auch die Staatsanwaltschaft Thurgau ein Verfahren eröffnet. Dabei wird abgeklärt, ob die Unglückswaffe, die Dienstwaffe eines Kantonspolizisten, ordnungsgemäss aufbewahrt wurde, wie Staatsanwalt Stefan Haffter sagte.

Nach ersten Erkenntnissen hielten sich die drei 13-jährigen Jugendlichen am Samstagabend im Einfamilienhaus des Polizisten auf. Kurz vor 21 Uhr kam ihnen die Polizeiwaffe in die Finger. Sie spielten damit, bis sich aus noch unbekannten Gründen ein Schuss löste. Der getroffene Knabe war im Haus zu Besuch.

Er wurde mit einem Helikopter in ein Spital geflogen. Am Sonntag erlag er seinen schweren Verletzungen. (sda)