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Fütterungsverbot Daniel Jud inmitten seiner Schweine – nun hat er Beamte wegen Nötigung angezeigt. (Beat Michel)
Im Schweinestall steht ein riesiger Sack mit 500 Kilo gepresstem Hanf. Daniel Jud rührt die Pellets um und schüttelt den Kopf. «Hoffentlich hebt der Bezirksstatthalter das Fütterungsverbot bald auf», sagt er.
2008 hat Bauer Jud zum ersten Mal Hanf angepflanzt und versuchsweise verfüttert. Und war begeistert. Seine 120 Muttersauen und die drei Zuchteber seien zu Höchstform aufgelaufen: «Dank Hanf konnte ich auf hormonfördernde Mittel verzichten.»
Nicht nur die Fruchtbarkeit der Sauen sei frappant angestiegen, die Schweine waren auch entspannter und friedlicher beim Sex. Jud: «Es kam während dem Akt zu deutlich weniger Verletzungen.» Seit dem amtlichen Hasch-Entzug registriert der Bauer bei seinen Schweinen wieder deutlich mehr Verletzungen durch Brutalo-Sex.
Daniel Jud ist einer von 50 Bauern im Kanton Thurgau, gegen die ein Verfahren der Staatsanwaltschaft wegen Anbau oder Verfütterung des THC-armen Bauernhanfs an Nutztiere läuft. Der Thurgau ist im Moment der einzige Kanton, der dagegen vorgeht. Allein im Bezirk Steckborn sitzt die Polizei auf über 40 Tonnen beschlagnahmten Futterwürfeln. Die anderen Kantone haben wegen der unklaren Gesetzlage aufgegeben.
Daniel Jud ist gegen die Justiz in die Offensive gegangen. Drei Polizisten hatten den Bauern auf dem Statthalteramt festgehalten, bis er verriet, an wen er Hanfwürfelchen geliefert hatte. Daniel Jud hat die Beamten und den verantwortlichen Vizestatthalter wegen Nötigung angezeigt.
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Schweinchen ohne Hanf nicht mehr so glücklich.