Bergbahnen Flumserberg warnen vor Swisspass Kälte killt Kärtli

Die Bergbahnen Flumserberg bitten die Gäste, das Ski-Billett nicht auf den Swisspass der SBB zu laden. Der könne wegen der Kälte kaputtgehen.

Auf den Swisspass lassen sich auch Skitickets laden, wie das Werbefoto der SBB zeigt. Doch in Flumserberg gingen manche Kärtli kaputt. play
Auf den Swisspass lassen sich auch Skitickets laden, wie das Werbefoto der SBB zeigt. Doch in Flumserberg gingen manche Kärtli kaputt. SBB

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Der Swisspass sorgt seit der Einführung am 1. August 2015 immer wieder für Ärger. Schon im letzten Sommer berichtete BLICK, dass sich bei zahlreichen Karten die Schutzfolie ablöst. Eigentlich sollte das Kärtchen, auf dem GA und Halbtax gespeichert sind und auf das auch Skitickets geladen werden können, fünf Jahre halten.

Nun gibt es neue Probleme: Der Swisspass verträgt keine Kälte. Das zumindest vermuten die Bergbahnen Flumserberg. CEO Heinrich Michel sagte «FM1-Today», dass letzten Freitag und Samstag bei rund einem Dutzend Kunden der Swisspass zerbrochen sei.

Weder vorher noch nachher gab es ähnliche Probleme. Da es an diesen beiden Tagen aber extrem kalt war, vermutet Michel, dass die Kälte eine Rolle spielte, wie er BLICK sagt.

Die Bergbahnen Flumserberg reagierten: «Wir haben unsere Gäste in der Folge eingeladen, unsere eigenen Chipkarten statt des Swisspass zu benutzen.» Diese seien wintererprobt.

SBB glauben an Abnutzung

Nun liegt der Fall bei den SBB. Michel: «Wir wissen nicht, ob die Kälte für die kaputten Karten verantwortlich ist, haben aber die SBB auf den Missstand aufmerksam gemacht.»

Bei den SBB glaubt man nicht an die Kälteanfälligkeit des Swisspass – es habe auch noch nie solche Fälle gegeben. «Wir haben Karten selber analysieren lassen, gemäss dem Hersteller gibt es keine Hinweise auf ein erhöhtes Bruchrisiko in der Kälte. Nicht auszuschliessen ist ein Bruch bei einem Sturz oder durch Dauerbelastung durch ein gebogenes Aufbewahren im Portemonnaie», sagt SBB-Sprecher Reto Schärli zu BLICK.

Gerne würden die SBB die kaputten Karten von Flumserberg genauer unter die Lupe nehmen. Aber: «Unser Angebot, dass wir defekte Karten zwecks Analyse gerne entgegennehmen und dem Kunden umgehend und kostenlos eine neue Karte zukommen lassen, wurde bislang nicht genutzt.» (sas)

Publiziert am 11.01.2017 | Aktualisiert am 19.01.2017
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14 Kommentare
  • Heinz  Hostettler 11.01.2017
    Wie bei vielen anderen Sachen: Kunde ist schuld wegen unsachgemässer Behandlung
  • Marco  Weber 11.01.2017
    Ich möchte ja nicht wissen, wieviele Bankkarten und sonstige Plastikkarten tagtäglich zerbrechen! Könnte Blick darüber mal einen Bericht schreiben?
    • Oli  Garch 11.01.2017
      Ja genau. Wichtige Themen wie "Plastikkarte geht kaputt" werden komplett ignoriert. Einfach unglaublich! Ich denke, dass dies politische Konsequenzen haben sollte - für welche Partei kann sich jeder selber aussuchen.
  • Adriano  Granello 11.01.2017
    Auf Kunstschnee fällt man eben härter als auf natürlichem Schnee, da kann schon mal ein Plastikkärtchen wie dieser giftig rote "Swisspass" in der Jackentasche in Brüche gehen.
  • Dominik  ANGELONE aus Zürich
    11.01.2017
    Abnützung weil die Karte ja durch das Kontroll-Personal benützt wird. Liebe SBB können Ausreden nicht besser daher kommen, bitte.
  • Wolfgang  Hämmerle 11.01.2017
    Immer diese Ausreden. Nicht die Bedürfnisse des Lieferanten und des Herstellers, sondern diejenigen der Kunden und Benutzer gehören zu einem guten Marketing.
    • Marco  Weber 11.01.2017
      Vieleicht sollte man als Plastikkarten-Besitzer aber einfach auch nur genügend Intelligent sein zu wissen das es PLASTIK Karten sind und diese durchaus zerbrechen können! Dann müsste man aus einer solchen Mücke keinen Elefanten machen aber dann hätte man ja nichts zu jammern!