Autolenker (26) aus St. Gallen angezeigt Diese LED-Leuchten sind verboten

ST. GALLEN - Acht Anzeigen an nur einem Tag: Bei Verkehrskontrollen gingen der Stadtpolizei St. Gallen gestern gleich acht fehlbare Fahrzeuglenker ins Netz. Zwei davon hatten illegale Änderungen am Fahrzeug vorgenommen.

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Schon am frühen Morgen hatte die Stadtpolizei St. Gallen alle Hände voll zu tun. Die Beamten führten gestern im Westen der Stadt eine Schwerverkehrskontrolle durch. Dabei kontrollierten sie insgesamt 18 Fahrzeuge.

Bei fünf Chauffeuren stellten sie fest, dass diese sich teilweise mehrfach nicht an die vorgeschriebenen Ruhezeiten oder Arbeitspausen gehalten hatten.

Ein in Tschechien wohnhafter Lenker musste ein Bussendepositum von 550 Franken zahlen. Alle Chauffeure wurden gemäss Polizeimeldung angezeigt.

«Leuchten waren nicht zugelassen»

Nach dem Mittag ging es im gleichen Stil weiter. Zunächst entdeckten die Beamten einen Lenker, der während der Fahrt eine SMS tippte. Er wurde ebenfalls bei der Staatsanwaltschaft St.Gallen verzeigt.

Später hielt eine Partouille einen weissen VW Golf GTI an, dessen 26-jähriger Lenker die Frontleuchten durch illegale blaue LED-Leuchten ersetzt hatte. «Die Lichter waren nicht zugelassen», sagt Polizeisprecher Dionys Widmer auf Anfrage zu BLICK.

Der VW-Fahrer hatte die Leuchten wohl irgendwo gekauft und dann selber angebracht. Dies sei jedoch nicht ohne weiteres erlaubt: «In einem solchen Fall müssen die Lichter vom zuständigen Strassenverkehrsamt geprüft werden. Das hatte der Lenker nicht getan», sagt Widmer.

Sicherheit vor Schönheit

Kaum noch sichtbar: abgedunkelter Seitenblinker des angehaltenen Audi A4. play

Kaum noch sichtbar: abgedunkelter Seitenblinker des angehaltenen Audi A4.

Kapo St. Gallen

Später am selben Abend ging den Polizisten dann auch noch ein 48-jähriger ins Netz, der verbotenerweise die seitlichen Blinker an seinem Audi A4 abgedunkelt hatte.

Eine Premiere für die Beamten: «Es kommt immer wieder vor, dass wir auf Autos mit verdunkelten Hecklichtern oder nicht zugelassenen Auspuffrohren treffen, aber verdunkelte Blinker, das ist neu», sagt Widmer. «Es ist mit schleierhaft, wieso jemand so etwas tun sollte. Ich denke, es ging dem Fahrer primär ums Aussehen.»

Ob sich die beiden Hobby-Tuner, die ebenfalls angezeigt wurden, bewusst waren, dass sie mit den Änderungen an ihren Fahrzeugen gegen das Gesetz verstossen, weiss Widmer nicht. Es spiele aber auch keine Rolle.

Er rät generell: «Wenn man eigenhändig etwas an seinem Fahrzeug verändert, sollte man dies von Fachleuten beim Strassenverkehrsamt prüfen lassen.» Bei essenziellen Dingen wie dem Seitenblinker gilt für Widmer aber ohnehin: Sicherheit vor Schönheit. (gr)

Publiziert am 14.01.2016 | Aktualisiert am 14.01.2016
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37 Kommentare
  • Urs  Hagen , via Facebook 15.01.2016
    Da bin ich nun froh, dass viele sich für die Verbrecher stark machen, geht ja gar nicht, dass so gefährlich vom Strassenverkehrsamt nicht zugelassene LED im Strassenverkehr unterwegs sind. Das Licht am Tag vergessen ein zu schalten gibt Busse, aber so etwas schwerwiegendes muss vereigt werden. Zeigt wieder einmal wie unsere Justiz tickt, nicht richtig auf jeden Fall.
  • christian  schmied 14.01.2016
    Rolf Hess, die Gesetzgeber wollten ja die pflicht, licht am tag und wenn man Zuviel licht eingeschaltet hat ist es auch wieder nicht recht. Oder die anderen fahren mit tagfahrleuchten durch den tunnel. Sollte auch für Velos gelten.
  • andi  lindner aus luzern
    14.01.2016
    Blinker??? Sind in der Schweiz überbewertet....kaum jemand setzt den Blinker, wie ich täglich feststelle.
  • Peter  Leo 14.01.2016
    Diese Angelegenheiten sind in der Verordnung über Bau und Ausrüstung der Fahrzeuge ziemlich genau geregelt. Nichtwissen schützt vor Strafe nicht, ebenso Dummheit.
  • Aegerter   Fritz aus Luzern
    14.01.2016
    Essentielle seitenblinker? Ich habe gehörtes gibt heute noch Autos zu kaufen, die keine seitenblinker haben. Und den led Lampen fehlt einfach ein Stempel und die strafsteuer der mfk.