Aussergerichtliche Einigung im Fall Fatlum J. Pausenplatz-Prügler bleiben straflos

WALENSTADT SG - Fünf Oberstufenschüler, die im Januar in Walenstadt einen Primarschüler zusammengeschlagen haben, werden nicht bestraft. Das Opfer und die Täter haben sich per Mediation geeinigt. Die Strafverfahren wurden eingestellt.

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Mitte Januar war es auf dem Pausenplatz des Oberstadtschulhauses in Walenstadt zu einer Schlägerei gekommen. Dabei wurde der Primarschüler Fatlum J.* verletzt (BLICK berichtete). Der damals 12-Jährige erlitt eine Hirnerschütterung, eine Prellung der Schulter und eines Zehs. Das Opfer wurde eine Nacht im Spital überwacht.

Wie die St. Galler Staatsanwaltschaft nun mitteilte, haben sich Opfer und Täter aussergerichtlich geeinigt.

Fester Bestandteil des Jugendstrafprozessrechts

Eine Mediation (Vermittlung) sei seit einigen Jahren fester Bestandteil des Jugendstrafprozessrechts, sagte Roman Dobler, Medienbeauftragter der St. Galler Staatsanwalt, auf Anfrage.

Wenn die Voraussetzungen für eine Mediation gegeben seien, informiere die Jugendanwaltschaft sowohl Opfer wie Täter, beziehungsweise deren Eltern, über diese Möglichkeit.

Gegenseitige Entschuldigung

Im vorliegenden Fall sei der Vorfall mit Hilfe zweier Mediatorinnen geklärt worden. Täter und Opfer hätten sich gegenseitig entschuldigt und eine Mediationsvereinbarung unterschrieben.

Daraufhin habe die Jugendanwaltschaft die Strafuntersuchungen gegen die fünf Oberstufenschüler eingestellt. Die Einstellungen seien rechtskräftig, so die Staatsanwaltschaft. (bau/SDA)

* Name der Redaktion bekannt

Publiziert am 21.10.2016 | Aktualisiert am 21.10.2016
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8 Kommentare
  • Abbas  Schumacher aus Basel
    22.10.2016
    Ein Opfer muss sich entschuldigen? Hat er sich zuvor in einer Weise gegen einen der Prügler unkorrekt verhalten? Steht nicht im Bericht? Zu Fünft gegen Einen? Also wenigstens Sozialarbeit hätte den Prügler nicht geschadet.
  • Marco  Denger aus Waldstatt
    21.10.2016
    Grundsätzlich ist es wünschenswert wenn solche Dinge aussergerichtlich geregelt werden (sofern das Ganze nachhaltig ist...). Weshalb sich jedoch Täter UND Opfer entschuldigen müssen, da bleibt mir die Spucke weg...!
    • Karen  Mind 21.10.2016
      Das habe ich mich auch gefragt. Wahrscheinlich musste er sich noch entschuldigen, dass er eine Anzeige machte und im Blick die Geschichte verbreitete....
  • Andy  Heller aus Hinwil
    21.10.2016
    Täter und Opfer hätten sich gegenseitig entschuldigt? Wofür muss sich ein Opfer entschuldigen? Soweit sind wir in der Schweiz also schon.
  • Michael  Meienhofer aus Ostermundigen
    21.10.2016
    Entlastet wenigstens den Staat, unnütz Steuergelder für solche Prozesse zu investieren - auch etwas Positives.
  • drafi  schweizer aus berg
    21.10.2016
    ich hoffe doch schwer dass es nicht nur bei einer Entschuldigung geblieben ist, in diesem Alter weiss man genau was man tut, und einen 12 jährigen zu fünft Zusammen zu Schlagen ist Wahrlich keine Heldentat, da ist für das Opfer hoffentlich doch einiges herausgeschaut haben, da muss man gewiss nicht Geldsüchtig sein, nein, und es soll ja andere auch davon abhalten gleiches zu tun
    • Thomas  Meier 21.10.2016
      Soso - "in diesem Alter weiss man genau was man tut". Logischerweise würde das heissen, dass Sie mit 12 Jahren alles schon wussten, was Sie heute wissen, das heisst, Sie sind auf dem Niveau eines 12-Jährigen stehengeblieben, oder ?
    • Susanne  Reich 22.10.2016
      Herr Meier: Ich weiss nicht, wie reif Sie im Alter von 12 Jahren waren. Doch ich wusste, was richtig und falsch ist, Blödsinn macht jeder mal und dann muss man es bereinigen. Doch, dass es feige ist, zu mehreren auf einen loszugehen, war in unserer Generation nicht mehr als logisch. Einmal habe ich erlebt, als ein "Grosser" auf einen Jüngeren losgehen wollte, sich ihm ein dem Grossen Gleichaltriger in den Weg stellte: Wenn Du Streit willst, trage ihn mit mir aus. BRAVO!