Auf Ostschweizer Baustelle Arbeiter schuften drei Monate ohne Lohn

  • Publiziert: 10.10.2012

SALMSACH - TG - Sie arbeiten hart, um ihre Familien zu ernähren – Geld haben die fünf Slowenen aber keines gesehen.

In Salmsach TG lässt der Schweizer Generalunternehmer Projektfabrik AG drei Mehrfamilienhäuser bauen. Auf der Baustelle arbeiten fünf Slowenen. Ihnen wurde der Schweizer Mindestlohn versprochen – bekommen haben sie aber nichts, deckte die «Rundschau» auf.

«Wir haben drei Monate betoniert, aber kein Geld erhalten. Jetzt müssen wir ohne Geld nach Hause», sagt Bauarbeiter Adil Kulovic zur Sendung.

Die Schweizer Generalunternehmer Projektfirma AG gibt sich ahnungslos. Geschäftsleitungsmitglied Ralph Hagen: «Wir wussten nicht, dass Slowenen auf unserer Baustelle arbeiteten. Unsere Baustellenleiter sind angewiesen genau hinzuschauen. Unsere Kontrollen waren hier offenbar ungenügend.»

Auf Druck der Gewerkschaft Unia, will die Firma nun 2000 Franken an jeden Arbeiter bezahlen. Als die slowenischen Bauarbeiter nichts mehr zu essen hatten, springt der Schweizer Sub-Unternehmer RHT Bau aus Widnau SG solidarisch ein. 

Er bezahlte ihnen 20‘000 Franken. Das entspricht 44 Franken täglich für jeden Slowenen und reichte fürs Nötigste: Essen und Unterkunft. Geld für ihre Familien zuhause haben die Arbeiter keines, heisst es im Fernsehbericht weiter. (woz)

Beliebteste Kommentare

  • Urs  Stauber , Walchwil
    Unglaublich frech und feige. Dies soll ein schweizer Unternehmer sein? Bitte schickt diesen Mann ins Gefängnis aber möglichst schnell. Mir tun die ausgenutzen Arbeiter echt leid!
  • Christian  Zahnd , via Facebook
    ich finde so was einfach nur eine grosse Schweinerei! Im Hintergrund verdienen sich ein paar ehrbare Mitbürger dumm und dämlich!!

Alle Kommentare (14)

  • August  Sommerhalder , Amriswil
    Das Geschäftsleitungs-Mitglied, Herr Ralph Hagen ? Ist er tatsächlich gebürtiger Schweizer? Wohl eher einer der Hochqualifizierten Einwanderer - das hat man dann davon!
  • Toni  Richter
    Wo bleibt die Fremdenpolizei? Diese Arbeiter bekommen nicht nur ihren Lohn nicht, die sind als Touristen in der Schweiz und dürften hier gar nicht arbeiten! Von wegen AHV und SUVA - Abzug, unversichert und illegal.
    Aber leider werden diese Praktiken von gewissen Kantonen auch noch unterstützt. Der Kanton Basel Stadt z.B. hat auf der Baustelle "Roche Tower" sämtliche Kontrollen untersagt! Das nennt man dan aktive Wirtschaftsförderung auf dem Buckel der kleinen Arbeitnehmer. Es lebe die Pharmalobby und die teuren Medikamente!!!
    • 11.10.2012
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  • peter  vonlanthen
    Wenn das ein Schweizer Unternehmen ist, na dann: Prost! Wenn diese Arbeiter Angestellte dieses Unternehmens sind, so haben die doch auch einen Vertrag. Wo sind AHV, Krankenkasse, Unfallversicherung, BVG? - Alles obligatorische Bauklötze des schweizerischen Arbeits- und Angestelltengesetzes, Arbeitsrecht, Versicherungsschutz usw. Ich bin mir sicher, dass dieses Unternehmen von schweizerischen Gesetzen und schweizerischem Recht keine Ahnung hat und mit grosser Wahrscheinlichkeit auch kein in der Schweiz ausgebildetes und mit schweizerischen Zertifikaten ausgerüstetes Fachpersonal beschäftigt, denn dieses wurde auch darin ausgebildet für alle Mitarbeiter anständige Verhältnisse bereit zu stellen!
    • 11.10.2012
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  • Jo  Klein , Rorschach
    Bei uns im Hause wohnen ca 10 Arbeiter aus Ungarn in 2 Wohnungen. Es sind eine 2Zimmer und eine 2 ½ Zimmerwohnung. Sie arbeiten auch als Maler und Gipser auf der feinen Schweizer Baustelle in Salmsach. Ihr Lohn nach ihren Angaben ca Fr. 400. Sie arbeiten von 7.00 bis 20.00 sowie Samstags und Sonntags. Nach 3 Monaten werden sie ausgetauscht. Dass sind unsere ehrenwerten Baustellen in der Schweiz. Die schöne Personenfreizügigkeit. Die Ausbeutung in diesem Jahrhundert an Arbeitern die kein Geld nach Hause bringen. Nur noch zum kotzen wie sich die Schweiz für so was hingibt.
  • Salomon  Rittergold , Lausanne
    Es passt zu den heutigen so genannten Managern. Aufgeblasen und kein Rückgrat wenns drauf ankommt und so tun als wüsste man von nichts und am Abend unter Kollegen das grosse Maul haben.
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