SALMSACH - TG - Sie arbeiten hart, um ihre Familien zu ernähren – Geld haben die fünf Slowenen aber keines gesehen.
In Salmsach TG lässt der Schweizer Generalunternehmer Projektfabrik AG drei Mehrfamilienhäuser bauen. Auf der Baustelle arbeiten fünf Slowenen. Ihnen wurde der Schweizer Mindestlohn versprochen – bekommen haben sie aber nichts, deckte die «Rundschau» auf.
«Wir haben drei Monate betoniert, aber kein Geld erhalten. Jetzt müssen wir ohne Geld nach Hause», sagt Bauarbeiter Adil Kulovic zur Sendung.
Die Schweizer Generalunternehmer Projektfirma AG gibt sich ahnungslos. Geschäftsleitungsmitglied Ralph Hagen: «Wir wussten nicht, dass Slowenen auf unserer Baustelle arbeiteten. Unsere Baustellenleiter sind angewiesen genau hinzuschauen. Unsere Kontrollen waren hier offenbar ungenügend.»
Auf Druck der Gewerkschaft Unia, will die Firma nun 2000 Franken an jeden Arbeiter bezahlen. Als die slowenischen Bauarbeiter nichts mehr zu essen hatten, springt der Schweizer Sub-Unternehmer RHT Bau aus Widnau SG solidarisch ein.
Er bezahlte ihnen 20‘000 Franken. Das entspricht 44 Franken täglich für jeden Slowenen und reichte fürs Nötigste: Essen und Unterkunft. Geld für ihre Familien zuhause haben die Arbeiter keines, heisst es im Fernsehbericht weiter. (woz)
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