Nach Nazi-Konzert im Toggenburg Pnos lädt zum Rechtsrock in Rapperswil

Folgt nach dem Neonazi-Aufmarsch im Toggenburg ein Neonazi-Aufmarsch in Rapperswil SG? Die rechtsextreme Partei Pnos veranstaltet am Samstag ein Konzert mit einer einschlägigen deutschen Band.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Bizarre Szene auf Thurgauer Autobahn Pappnase verliert Karton auf der...
2 Falsch abgebogen Bus knallt in Schaffhausen in eine Mauer
3 Schmuggler führen sie in Reisebussen ein Grenzwächter ziehen...

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
8 shares
3 Kommentare
Fehler
Melden

Während im Toggenburg noch das grosse Neonazi-Konzert mit 5000 Teilnehmern nachhallt, steht schon die nächste rechtsextreme Musikveranstaltung an: Die Partei national orientierter Schweizer (Pnos) feiert am kommenden Samstag die Gründung neuer Sektionen in der Ostschweiz. Wie die Partei auf Facebook ankündigt, soll neben diversen Rednern die deutsche Rechtsrock-Band Flak auftreten – ob noch weitere Gruppen kommen, ist nicht bekannt. Gemäss Antifa Bern findet das Konzert in Rapperswil SG statt.

Die ehemalige Skinhead-Gruppierung aus Langenthal BE scheint auf Expansionskurs: In der Ostschweiz sind vor Kurzem fünf neue Sektionen gegründet worden. Der Flyer der Veranstaltung zeigt die Kantonswappen von St. Gallen, Graubünden, Glarus, Schaffhausen und Appenzell. Als Redner sind Dominic Lüthard und Florian Gerber angekündigt. Die Pnos war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Flak singt über Heimatliebe und Ausländerhass: die Texte leben von rechtsextremem Gedankengut. «Es gibt nur einen Ausweg für unser Volk, Blut und Tradition und dieser heisst: Revolution», heisst es im Song «Voran». Oder: «Überfremdet und verblendet verkommt die deutsche Jugend, geschändet und belacht wird jede deutsche Tugend.» Und als letztes: «Ihr vergesst, wofür Opa starb, ganz bestimmt nicht, damit du jetzt eine [zensiert] f*****!»

Die Pnos, von der mehrere Mitglieder wegen Rassendiskriminierung verurteilt worden waren, macht immer wieder Schlagzeilen: So etwa, als der Chef der Ostschweizer Sektion in der Armee zum Leutnant befördert wurde oder wegen oder wegen der jährlichen 1.-August-Feier auf dem Rütli. Auch die paramilitärische Kampftruppe «Ahnensturm» warf wiederholt Fragen auf. (rey)

Publiziert am 18.10.2016 | Aktualisiert am 24.10.2016
teilen
teilen
8 shares
3 Kommentare
Fehler
Melden

3 Kommentare
  • willi  weber 18.10.2016
    Nun ja, ich kann mit Rechtsexremismus nichts anfangen, aber wenn man schon islamistische "Lies!" Aktionen tolerieren "muss", dann kann man auch das nicht verbieten.
    • Marco  Goby 18.10.2016
      Und wenn Sie sich wie beim Konzert in Unterwasser friedlich verhalten, gibt es mit Sicherheit keinen Grund, die Veranstaltung zu verbieten!
    • Bert  Steinegger aus Zürich
      18.10.2016
      Natürlich gibt es Gründe, die Veranstaltung zu verbieten. Nämlich das strafrechtliche Verbot des Aufrufs zu Hass aufgr. rassischer oder religiöser Zugehörigkeit. Im Repertoire der in Unterwasser aufgetretenen Bands befinden sich Texte, die diese Norm erfüllen. Werden sie gesungen, so ist die Strafbarkeit erfüllt; da kann man ansonsten so "friedlich" sein, wie man möchte.

      Dasselbe gilt auch in diesem Falle, wobei ich die Texte dieser Band (noch) nicht kenne.