Er kümmerte sich um die Tauben von Frauenfeld. Weil die Stadt, das nicht mehr wollte, hat er die eingefangenen Tiere nun freigelassen.
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Weber liess die Tauben aus der Voliere frei. (Li-Jiao Lu-Sauder)
Der Taubenvater von Frauenfeld will Rache. «Ich habe verloren, es ist alles vorbei», sagt Bruno Weber (72). «Die Stadt wird sich noch wundern, wenn es wieder eine Taubenplage gibt. Es wäre eine Genugtuung für mich.»
Der pensionierte Metzger hat die Frauenfelder Altstadt in den letzten zwei Jahren von den Tauben befreit. Er hat sie aus der Stadt gelockt, getötet oder eingefangen, Geburtenkontrolle gemacht. «Ich bringe alle Tauben um», drohte er, als ihm die Stadt mitteilte, dass er sich nicht mehr weiter um die Vögel kümmern darf (BLICK berichtete).
Wegen seiner Drohung musste Bruno Weber sogar auf dem Polizeiposten antraben. «Mir wurde gesagt, dass es Probleme gibt, wenn ich das mache.»
Doch dafür sind ihm die Vögel eh zu fest ans Herz gewachsen. Die im Taubenschlag untergebrachten Vögel hat er am Wochenende aus Protest freigelassen. «Sie haben eine Runde gedreht und sind weggeflogen. Ich hoffe, dass sie sich tüchtig fortpflanzen.»
Zehn eigene Vögel hat der Taubenfan mitgenommen. Die Stadt hat mittlerweile das Schloss beim Taubenschlag ausgewechselt. «Das ist ja wie bei einem Ehestreit», sagt Weber.
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