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Die zwei Weibchen, zwei Jungen und zwei Männchen hatten neun Tage in einem Wäldchen in der Nähe des Zoos gelebt. Weil die Tiere sich partout nicht zurück in ihr Gehege locken liessen, hatte der Zootierarzt am Freitag eine Aktion gestartet. Brigitta Portillo, Mitarbeiterin des Plättli-Zoos, bestätigte einen Beitrag von «Schweiz Aktuell» des Schweizer Fernsehens.
Die beiden Weibchen konnten mit ihren Jungen zurück in den Zoo geholt werden. Wie die Weibchen, wurden später auch die Männchen mit ihrem Lieblingsessen – mit Nussgipfeln – gefüttert. Was die Affen nicht wussten: Der Leckerbissen war mit einem Schlafmittel präpariert worden.
Um auf Nummer sicher zu gehen, beschoss der Zoo-Tierarzt die Ausreisser mit einem Betäubungs-Blasrohr. Anschliessend hatten die Zoo-Mitarbeiter leichtes Spiel. Die schlafenden Affen wurden ins Gehege zurückgebracht.
Leben in Freiheit vorbei
Mit der Einfangaktion ging das Leben in Freiheit für das Alphatier, ein weiteres Männchen, zwei Weibchen und zwei Jungtiere zu Ende. Die Gruppe hatte vergangene Woche Reissaus genommen, als sie gerade in ein neues Gehege dislozierten.
Die Affenbande lebte in einem nahen Wäldchen und frass Äpfel, Mais oder Tomaten aus Schrebergärten. Zuerst übten sich die Zoo- Mitarbeiter in Geduld. Sie hatten gehofft, dass die Tiere zurückkehren würden, wenn ihnen die Nahrung ausgeht. (SDA)