540 Kilometer – 12 Pässe – 13'000 Höhenmeter: Appenzeller gewinnt das härteste Velorennen der Welt

SPEICHERSCHWENDI - Der Appenzeller Reto Schoch (32) gewann aus heiterem Himmel das «Race across the Alps», das härteste Eintagesrennen der Welt.

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Das Race across the Alps (RATA) ist etwas vom Verrücktesten, was der Radsport zu bieten hat. Vom Start- und Zielort Nauders (A) führt das Rennen über 540 Kilometer und 13600 Höhenmeter – alles an einem Stück.

Zu bezwingen sind zwölf Pässe, darunter der Bernina, das Stilfserjoch und der berüchtigte Mortirolo. Zum ersten Mal am Start war am letzten Freitagmittag Reto Schoch aus Speicherschwendi AR: «Ich wollte einmal ein Rennen über Nacht fahren. Als Neuling wollte ich lediglich vor der offiziellen Limite von 32 Stunden ins Ziel kommen.»

Doch es kam ganz anders. Der Mann, der sich als Hobbyfahrer bezeichnet, liess alle seine Gegner stehen, nahm dem Zweitplatzierten mehr als eine Stunde ab und kam mit der sensationellen Zeit von 21:26 Stunden ins Ziel. Praktisch aus heiterem Himmel stellte er damit auch gleich einen neuen Streckenrekord auf.

«Ich bin völlig verblüfft, dass ich gewonnen habe. Ich war nie müde, hatte keinen Krampf, bin einfach mein Tempo gefahren», sagt Schoch.

Nach einem Drittel der Strecke hatte er die zwei Leader und mehrmaligen RATA-Sieger Maurizio Vandelli und Paul Lindner eingeholt. «Als es wieder bergauf ging, fuhren sie mir aber zu gemächlich, und so fuhr ich ihnen davon. Es war wohl ein Vorteil, dass ich klein und leicht bin, ein typischer Appenzeller halt.»

Gestern sass der Biotech-Unternehmer bereits wieder im Büro: «Ich habe überhaupt keine Beschwerden, weder Muskelkater noch tut mir das Födle weh.»

Appenzeller gewinnt das härteste Velorennen der Welt

Alle Kommentare (1)

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    Bravo Reto.Du bist wahrscheinlich ein echtes Naturtalent........
    • 29.06.2011
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