Oldtimer-Zug kollidiert mit Güterwagen Mehrere Verletzte auf Nostalgie-Fahrt

ZÜRICH - Am Bahnhof Sihlbrugg ist am Samstagabend ein dampfbetriebener Nostalgiezug in einen abgestellten Schotterwagen geprallt. Zwei Personen wurden mittelschwer verletzt und ins Spital gebracht. 

Mehrere Verletzte auf Nostalgie-Fahrt

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Grossaufgebot der Rettungskräfte kurz vor Mitternacht: Ein Nostalgiezug eines privaten Vereins prallte in einen Güterwagen, der in Sihlbrugg abgestellt war. Wie die Kantonspolizei Zürich mitteilte, wurden insgesamt 16 Personen verletzt, zwei von ihnen mittelschwer. Auch die zwei Lokomotivführer sind unter den Verletzten. 40 Personen blieben unverletzt und wurden unter anderem mit einem Extrabus nach Zürich gefahren.

Es passierte auf einer Vergnügungsfahrt, beim abgestellten Wagen in Sihlbrugg handelte es sich um ein Baustellenfahrzeug der SBB. Der Schaden beträgt rund 500'000 Franken. Die Unfallursache ist noch unklar und wird von Spezialisten ermittelt. Gemäss Polizei war der Zug «sehr langsam» unterwegs.

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Bei der Kollision eines Nostalgiezuges mit einem Schotterwagen in Sihlbrugg gab es mehrere Verletzte.  Beat Kälin, newspictures

Um die Passagiere des Dampftriebwagens zu versorgen, waren beim Bahnhof mehrere Feuerwehren sowie Schutz & Rettung Stadt Zürich vor Ort. Die Verletzten wurden in einer Grossraumambulanz erstversorgt, bevor sie ins Spital gebracht wurden.

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Der Nostalgiezug prallte in den Schotterwagen (gelb). Beat Kälin, newspictures

Zum Unfall kam es kurz nach 23 Uhr. Der Dampftriebwagen eines privaten Vereins war auf der Fahrt von Arth-Goldau Richtung Zürich, als es nach einem Zwischenhalt in Sihlbrugg zum Zusammenstoss mit dem Baufahrzeug kam. Als Folge des Aufpralls entgleiste das Gefährt. Warum es zur Kollision kam, ist vorerst unklar und wird von der Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST untersucht.

Für genaue Aussagen zur Unfallursache sei es jedoch noch viel zu früh, sagt die Polizei. Immerhin konnten einige der Verletzten das Spital bereits wieder verlassen.

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Bei der Kollision entgleisten Wagons.  Beat Kälin, newspictures

Als Folge des Unfalls war die Strecke zwischen Zug und Thalwil ab dem späten Samstagabend nur beschränkt befahrbar. Es kam zu Verspätungen von rund 20 Minuten.

Laut SBB sind private Vereine mit ihren Zügen vor allem in Randzeiten und am Wochenende auf dem Netz der SBB unterwegs. Besitzen die Vereine eine Betriebsbewilligung vom Bundesamt für Verkehr, können sie bei der SBB Fahrten buchen. «Es wird dann ein Fahrplan ausgearbeitet», sage SBB-Sprecher Christian Ginsig. Im vorliegenden Fall sei diesbezüglich alles in Ordnung gewesen. (sda)

Publiziert am 21.02.2016 | Aktualisiert am 21.02.2016
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