
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Volkswirtschaftsdirektorin Doris Leuthard wollte Nägel mit Köpfen machen und in ihrem Departement den Vaterschaftsurlaub einführen (Blick Online berichtete). Doch daraus wird nichts. Denn der Bundesrat hat Nein gesagt zu Leuthards Absicht. Die geplante Ausweitung des Vaterschaftsurlaubs von zwei auf fünf Tagen im Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement (EVD) wird auf Eis gelegt.
Das Eidgenössische Personalamt habe die dazu vorhandenen rechtlichen Möglichkeiten zu extensiv ausgelegt, sagte Bundesratssprecher Oswald Sigg. Das Nein soll aber nicht endgültig sein. Zwar teile der Bundesrat die Stossrichtung der Volkswirtschaftsministerin. Er wolle jedoch nicht, dass unter den Departementen ein Wettbewerb entstehe, so Sigg.
Das Thema soll im Rahmen der Revision des Bundespersonalgesetzes bis im nächsten Sommer nochmals geprüft und dann einheitlich geregelt werden. Das heisst im Klartext: Der Bundesrat will dieses Thema nicht mehr vor den eidgenössischen Wahlen im Oktober behandeln.