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Ösis wollen unsere Stimmen kaufen

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BERN – Ist das nun die Rache für die ganze Tell-Gessler-Geschichte? 50 Franken bieten Österreicher für unterschriebene Schweizer Stimmzettel – und sorgen damit in Bern für gehörigen Wirbel.

In knapp vier Wochen wählen die Schweizer Stimmbürger das Parlament neu. Zumindest ein Teil der Stimmbürger. Denn längst nicht alle, die wählen dürfen, tun dies auch – ihre Stimmcouverts landen direkt im Altpapier.

Ist doch schade, finden Elisabeth und Franz Schröcksnadel. Die Österreicher bieten den Wählunwilligen an, deren demokratische Rechte aufzukaufen – für 50 Franken. Die gesammelten Stimmen wollen sie dann in einer Auktion versteigern. «Durch diese Direktvermittlung von Wahlstimmen werden Konkordanzdemokratie und Freier Markt optimal verschmolzen», behaupten sie auf ihrer Seite www.wahlgeld.com.

Kann das ernst gemeint sein? «Ja, sicher», erklärt Elisabeth Schröcksnadel gegenüber Blick Online am Telefon. Die Österreicherin gibt verdächtig offen Auskunft. «Die Verkäufer der Stimme bekommen die 50 Franken garantiert auf ihr Schweizer Konto überwiesen.»

Doch demokratische Rechte sind kein Handelsgut und wer Wahlcouverts kauft oder verkauft, macht sich strafbar. Kein Grund zur Aufregung für Frau Schröcksnagel, die sich in Österreich vor der Schweizer Justiz in Sicherheit wähnt.

30 Personen hätten sich auch schon als potentielle Käufer gemeldet – natürlich über Strohmänner, «denn die sind ja nicht doof», wie Schröcksnadel – von «10 vor 10» als Aktionskünstlerin bezeichnet – lapidar meint.

Hinter ihr und ihrem Partner stehen angeblich österreichische Investoren. Doch die ganze Geschichte dürfte vielmehr eine neue Art von «Österreicher-Witz» sein. Gar nicht lustig findet das die Schweizer Bundeskanzlei: Sie warnte die Stimmbürger heute Abend schon mal, es handle sich um einen simplen Werbegag, für den ein Werbebüro verantwortlich sei.

Auch wie die Stimmabgabe der gekauften Wähler ablaufen soll, spricht gegen ein ernsthaftes Angebot. Nach Angaben von Elisabeth Schröcksnadel bekämen diese Stimmbürger vor ihrem Gang zum Wahllokal nämlich ein Mail oder ein SMS mit Angaben dazu, wen sie wählen sollen.

Doch damit wäre klar, welcher Politiker sich die Stimme gekauft hätte – dieses Risiko würde nicht mal der grösste Desperado eingehen. Es wäre politischer Selbstmord.

Diesen Gag gabs schon mal

Bei diesem «Wählerstimmen-Kauf» handelt es sich um einen Gag, hinter dem Künstler stecken – nämlich das Duo Uebermorgen aus Wien. Das hatte bereits bei den US-Präsidentschaftswahlen 2000 eine ähnliche Aktion durchgeführt (siehe Link).

Strassenumfrage: Würden die Schweizer ihre Stimme verkaufen?

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