Schweinegrippe Nur «saubere» Kunden dürfen in den Supermarkt

  • Publiziert: 17.07.2009, Aktualisiert: 03.01.2012
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BERN – Kein offenes Gemüse mehr und Hygienekontrollen am Laden-Eingang: Wie sich die Schweizer Grossverteiler auf die Pandemie vorbereiten.

Bei einer Schweinegrippe-Pandemie fehlen Coop und Migros, je nach Heftigkeit der Grippe, nicht nur Personal, sondern auch Produkte. «Die Vielfalt der Produkte müsste zum Teil eingeschränkt werden», sagt Coop-Sprecherin Susanne Sugimoto-Erdös im Gespräch mit der Nachrichtenagentur SDA.

Der Offenverkauf müsste eingestellt werden. Und Gemüse und Früchte würden so oft wie möglich abgepackt, damit es niemand anfassen könne. Der Auftrag, Menschen mit Esswaren zu versorgen, werde von Coop sicher erfüllt werden.

Sugimoto-Erdös schliesst jedoch nicht aus, dass sogar Läden geschlossen werden müssen, sollte die Grippe massiv zuschlagen. Dies vor allem wegen Personalmangels. «Es ist aber klar, dass zuerst die Non-Food-Läden geschlossen würden.»

Für das Personal sei vorgesorgt: Masken, Handschuhe und Desinfektionsmittel seien vorrätig. Die Aufgaben des Personals würden der Bedrohung angepasst: So müssten Wägeligriffe regelmässig gereinigt werden.

Im Extremfall müssten sich Kunden beim Eingang sogar die Hände desinfizieren und Masken tragen, erklärt Migros-Sprecher Urs Peter Naef. «Die Szenarien hängen davon ab, wie und wo sich die Schweinegrippe ausbreitet.»

Beide Grossverteiler versichern, dass die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln gewährleistet ist. (SDA)

Geld macht krank

Viren überleben auf Banknoten bis zu zwei Wochen lang. Kommt es zu einer Grippe-Pandemie, könnte sich diese auch übers Geld verbreiten. Entscheidend für die Lebensdauer der Erreger sind Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Oberfläche. Dies haben im vergangenen Jahr Forscher am Universitätsspital Genf herausgefunden.

Ob man beim Bezahlen seiner Einkäufe krank werden kann, sagt die Studie nicht. Die Ansteckungsgefahr, die von Banknoten ausgeht, wurde nicht untersucht. Wer auf Nummer sicher gehen will, wäscht sich die Hände, nicht das Geld. (SDA)

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