Nostalgiezug-Unfall in Sihlbrugg Jetzt wird der Funkverkehr ausgewertet

SIHLBRUGG ZH - In Sihlbrugg ist am Samstag ein Nostalgiezug in einen abgestellten Schotterwagen geprallt. Warum, ist noch unklar. Die Auswertung des Funkverkehrs soll nun Klarheit schaffen.

Mehrere Verletzte auf Nostalgie-Fahrt

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Nach dem Unfall eines Dampftriebzuges in Sihlbrugg ZH konzentrieren sich die Untersuchungen auf den falsch abgestellten Schotterwagen. Helfen sollen dabei Aufzeichnungen der Telefonate und des Funkverkehrs zwischen den Rangierteams und dem Fahrdientsleiter, wie die SBB mitteilte.

Blick auf den beschädigten Nostalgiezug in Sihlbrugg. Bei der Kollision der Dampflokomotive mit einem Bauwagen sind insgesamt 16 Menschen verletzt worden. (KEYSTONE/Ennio Leanza) play
Blick auf den beschädigten Nostalgiezug in Sihlbrugg. Bei der Kollision der Dampflokomotive mit einem Bauwagen sind insgesamt 16 Menschen verletzt worden. (KEYSTONE/Ennio Leanza) Keystone/ENNIO LEANZA

 

Der Baustellenzug bestand aus insgesamt vier zusammengekuppelten und abgestellten Wagen. Diese wurden im Zusammenhang mit den Bauarbeiten im Albistunnel am Freitag in einem Stumpengleis am Bahnhof Sihlbrugg durch eine private Baufirma rangiert und abgestellt.

Wieso ragten Wagen in den Fahrweg?

Es werde nun im Detail abgeklärt, weshalb die Wagen am späten Samstagabend in den Fahrweg des korrekt ausfahrenden Dampftriebzuges ragten, heisst es in der Mitteilung weiter.

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Der Nostalgiezug prallte in den Schotterwagen (gelb). Beat Kälin, newspictures

Hilfreich sei dabei die sogenannte betriebliche Gesprächsaufzeichnung. Seit August 2014 werden damit nicht nur Telefonate, sondern auch der komplette Funkverkehr zwischen Rangierteams und dem Fahrdienstleiter lückenlos aufgezeichnet.

Sust aufgeboten

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Bei der Kollision entgleisten Wagons.  Beat Kälin, newspictures

Gemäss SBB werden zudem die Daten des elektronischen Stellwerks ausgewertet, um in den kommenden Tagen den genauen Unfallhergang rekonstruieren zu können. Zur Klärung der Ursache wurde die unabhängige Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes (Sust) aufgeboten. Sie leitet die externe Untersuchung des Bahnunfalls.

Am Samstagabend kollidierte kurz nach 23 Uhr nach einem Zwischenstopp ein Dampftriebwagen eines privaten Vereins auf der Rückreise von Arth-Goldau in Richtung Zürich am Bahnhof Sihlbrugg mit einem abgestellten Schotterwagen. Insgesamt 16 Passagiere des Dampfzuges wurden dabei verletzt, 40 kamen mit dem Schrecken davon. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf rund 500'000 Franken. (bau/SDA)

Publiziert am 22.02.2016 | Aktualisiert am 22.02.2016
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  • Henri  Hess 22.02.2016
    Ich verstehe nicht, wie das Bähnli einfach so in den Bauwagen krachen konnte. So schnell fährt so ein altes Tschü Tschü nicht, der Fahrer hätte eigentlich das Hindernis sehen müssen. Ich vermute daher, er war auch am Fondue essen oder hatte zu viel Weissen intus. Zum Glück ist nichts passiert.