Rekord! Noch nie fiel so viel Schnee in einem Monat

BERN - Seit vier Wochen werden die Berge eingeschneit. Die Wintersportler versinken buchstäblich im Schnee. Die Experten messen nie zuvor dagewesen Neuschneemassen in 30 Tagen.

  • Publiziert: 09.01.2012, Aktualisiert: 26.01.2012

Holzhütten verschwinden unter den Schneemassen. Die fleissigen Schnee-Schaufler stehen zwischen meterhohen Schneewänden. In den Glarner Alpen bei der Messstation Ortstock Matt auf 1830 Meter liegen aktuell 4 Meter und 2 Zentimeter Schnee. Eine Leserreporterin aus dem Engadin sagt gegenüber Blick.ch: «Ich habe seit 60 Jahren nicht mehr so viel Schnee gesehen.»

Nie zuvor gemessene Neuschneesummen

Und es stimmt: Der Winter bricht Rekorde, wenn man den Schneefall in den vergangenen 30 Tagen anschaut. In Ulrichen (1350 m) fielen 4 Meter 56, in Zermatt (1600 m) 2 Meter 39 und in Samedan (1750 m) 1 Meter 92, wie das Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF mitteilt. Das seien nie zuvor gemessene Neuschneesummen.

Der zweite Rekord: In Klosters liegen heute auf 1200 Metern 1 Meter 85, in Gadmen am Sustenpass auf 1190 Metern Höhe 1 Meter 79. So viel habe an einem 9. Januar auf diesen Stationen noch nie gelegen. Bei einem guten Drittel der SLF-Beobachterstationen sei ein neues Schneehöhenmaximum für das aktuelle Datum gemessen worden.

Schweizer Schneehöhenrekord: 8 Meter 16

Doch bis zum offiziellen Schweizer Schneehöhenrekord vom Säntis mit 8 Meter 16 im April 1999 fehlen noch einige Schneefälle. «Die Schneehöhen von 1999 wurden noch an keiner der damals schneereichen Stationen erreicht», teilen die Experten vom SLF mit.

In den letzten 24 Stunden fielen in weiten Teilen des Landes nochmal 20 Zentimeter Neuschnee. Im Prättigau, Davos, Arosa sogar nochmal bis zu 40 Zentimeter. Doch jetzt ist erstmal Schluss. Morgen kommt die Sonne. «Dienstag bis Donnerstag wird es in den Bergen schön», sagt Bernd Konantz von MeteoSchweiz. «Ideales Wetter um den Neuschnee auszunützen.» (gtq)

Hier gehts zur Übersicht des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF

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