Noch Hürden zu nehmen Tessin will Gotthardtunnel verlängern

Der Kanton Tessin sowie die Gemeinde Airolo wollen die Autobahn A2 bei Airolo überdecken.

Mit einem zweiten Gotthard-Strassentunnel würde die Schweiz zur «Transithölle», warnt das Komitee der Gegner. play
Der Kanton Tessin sowie die Gemeinde Airolo wollen den Gotthardtunnel künstlich verlängern. Keystone

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Die Autofahrt durch den Gotthard könnte bald länger unterirdisch verlaufen. Der Kanton Tessin sowie die Gemeinde Airolo wollen die Autobahn A2 bei Airolo überdecken und damit den Gotthardtunnel künstlich verlängern, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt.

Die Idee wurde dem Bundesamt für Strassen (Astra) bereits präsentiert, das sie nun zumindest einmal näher anschaut. Man sei mit den betroffenen Kantonen und Gemeinden im Gespräch und werde sich demnächst wieder treffen, schreibt das Amt. «Selbstverständlich ist auch eine Überdeckung traktandiert.»

Realisiert werden soll die Überdeckung nach den Wünschen des Tessins beim Bau der zweiten Gotthardröhre, und zwar mit dem Aushub, der dabei erneut aus dem Berg geholt wird. Laut Franco Pedrini, dem Bürgermeister von Airolo, lassen sich so zwei Probleme auf einen Schlag lösen: Airolo kann das heutige Strassendurcheinander an der A2 besser ordnen und mehr Raum im Talboden gewinnen. Und das Astra hat einen Ort, um das Ausbruchmaterial zu deponieren, das sonst niemand im Kanton Tessin bei sich will.

Allerdings dürften auf das Projekt noch grössere finanzielle Hürden zukommen. Denn der Bund kann beim Bau von Autobahnen Sonderwünsche wie Überdeckungen nur selber finanzieren, wenn die Grenzwerte des Lärmschutzes nicht auf andere Weise eingehalten werden können.

Publiziert am 08.01.2017 | Aktualisiert am 08.01.2017
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3 Kommentare
  • Hans  Keller aus St. Gallen
    08.01.2017
    Ich zahle seit 50 Jahren Steuern und was habe ich seither finanziert? Das Wallis und Löcher durch den Gotthard. Wann hört das endlich auf? Unglaublich.
    • Matthias  Gratwohl 08.01.2017
      Mit meinen Steuergeldern bezahle ich nicht nur das Wallis (meinen Sie damit den Lötschberg-Tunnel zwischen BE und VS?) und die Löcher im Gotthard. Ich war auch dagegen, dass noch mehr Verkehr durch die Schweiz rollen soll, aber wenn der Tunnel nun halt gebaut werden soll, dann wenigstens vernünftig und mit guten Ideen. Und das Problem mit dem Abraum Ist damit schon wesentlich gelöst.
    • Daniel  Feer aus Luzern
      08.01.2017
      Herr Keller, Fortschritt lässt sich nicht aufhalten. Da können Sie noch lange Steuern bezahlen.Man könnte den künstlichen Tunnel auch begrünen, schon mal darüber nachgedacht. Übrigens wäre das sinnvoller als immer alles Geld ins Ausland schicken. (Auch von Ihren Steuern)