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Ihnen werden zahlreiche Morde an Migranten zur Last gelegt: Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos. (Keystone)
In der Schweiz ist eine weitere Person wegen möglichen Verbindungen zu den Terror-Nazis in Deutschland festgenommen worden. Der Schweizer aus dem Berner Oberland ist heute von einem Berner Haftrichter in Untersuchungshaft gesetzt worden.
Dies sagt Michael Fiechter, Sprecher der Kantonspolizei Bern. Fiechter bestätigt zudem einen Bericht von «Tages-Anzeiger» und «Bund», wonach gegen den Verhafteten wegen Verdachts auf Unterstützung einer kriminellen Organisation ermittelt werde.
Der Mann wurde am Dienstagabend nach einem Auslandaufenthalt bei seiner Ankunft am Flughafen Zürich festgenommen. Ein erster Verdächtiger wurde schon am 20. Januar vorübergehend festgenommen.
Tatwaffe aus der Schweiz
Die deutschen Behörden haben im Zusammenhang mit der Mordserie ein Rechtshilfegesuch bei der Staatsanwaltschaft Berner Oberland gestellt, wie Fiechter sagt. Die Ermittlungen drehen sich um die Frage, wie die Neonazis in Deutschland zu der Tatwaffe gelangt sind.
Es handelt sich dabei um eine Pistole der tschechischen Marke Ceska mit Schalldämpfer. Diese wurde in der ausgebrannten Wohnung der Täter im ostdeutschen Zwickau gefunden. Die Ermittler konnten inzwischen feststellen, dass die Waffe aus der Schweiz stammt.
In dem Zusammenhang hatten die Schweizer Behörden das deutsche Bundeskriminalamt schon im Jahr 2007 unterstützt. Es ging darum, alle insgesamt 27 in die Schweiz gelieferten Exemplare der Ceska aufzuspüren. Nur 16 konnten damals gefunden werden.
Selbstmord nach Banküberfall
Die Ermittlungen stehen im Zusammenhang mit den Taten des aus Thüringen stammenden Neonazi-Trios: Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe. Auf das Konto der Zelle soll die deutschlandweite Mordserie an Migranten in den Jahren 2000 bis 2006 gehen.
Ausserdem steht die Terrorgruppe im Verdacht, 2007 in Heilbronn eine Polizistin erschossen und deren Kollegen schwer verletzt zu haben. Die Zelle soll zudem 2001 und 2004 zwei Sprengstoffanschläge mit insgesamt 23 Verletzten in Köln verübt haben.
Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos nahmen sich nach einem gescheiterten Banküberfall das Leben. Ein mutmassliches drittes Mitglied, Zschäpe, sitzt in Deutschland in Untersuchungshaft. (SDA/noo)
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