ZÜRICH – Muslimische Hass-Prediger hetzen gegen Nicht-Muslime in der Schweiz. Die Behörden unternehmen kaum etwas: Thema einer brisanten Sendung von SF 1 heute Abend.
Wie radikal sind die Imame, die Vor-Beter in den Moscheen, in der Schweiz? Reporter von
SF Schweizer Fernsehen hörten sich an den traditionellen Freitagsgebeten um. Hier einige Kostproben:
- Genf: Schon vor sechs Jahren hetzte der Marokkaner Youssef Ibram an der Zayed-Moschee in Zürich: Er war für die Steinigung als Teil der islamischen Rechtsordnung. Nach einem Sturm der Entrüstung versuchte er zu beschwichtigen. Die Scharia gelte nicht in der Schweiz. Er verliess Zürich ─ und wettert heute in Genf. Gegen westliche Kleidung und normales Verhalten in unserer Gesellschaft: «Wenn du deine Blicke nicht senkst, wirst du zum Anhänger von Satan», schüchtert er Frauen ein.
- Basel: Der Imam der Ar-Rahma-Moschee in Basel ist auch kein Friedensprediger. Er beschimpft alle Nicht-Muslime: «Ohne die Botschaft Mohammeds anzuerkennen, ist die ganze Menschheit auf dem Irrweg. Der Mensch, der Allah mit Absicht nicht anerkennt, ist niedriger als das Tier.» Schlecht scheint es ihm deswegen bei uns nicht zu gehen. Der Tunesier lebt seit über 20 Jahren mit seiner Familie in der Schweiz. Er arbeitet als Autohändler.
- Biel: Und dann ist da noch der Vor-Beter der Rahman-Moschee in Biel. Der beklagt grundsätzlich, dass «wir Muslime in der Schweiz einer Hetz-Kampagne ausgesetzt» sind. Was können die Behörden gegen die Hass-Prediger unternehmen? Eine systematische Überwachung ist dem Nachrichtendienst des Bundes nicht erlaubt. Eine zwei Jahre alte Analyse des Sicherheitsausschusses des Bundesrats geht immerhin von acht Hass-Predigern in der Schweiz aus. Dieses Ergebnis wurde durch Indiskretion bekannt. Die Studie selbst hält der Bundesrat unter Verschluss. Findet er sie zu heiss für die allgemeine Öffentlichkeit? (snx) SF-Dokumentarfilm «Hinter dem Schleier» heute Abend um 20.05 Uhr auf SF1.