Neuer EU-Plan Schweiz soll für arbeitslose Grenzgänger der EU zahlen

Die EU plant die Umverteilung der Kosten für arbeitslose Grenzgänger. Das könnte die Schweiz teuer zu stehen kommen.

Während die Zahl der Grenzgänger schweizweit weiter wächst, kommen in das Tessin weniger Arbeitspendler aus Italien. play
Die Zahl der Grenzgänger wächst stetig. FRANCESCA AGOSTA

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Die EU denkt bei der Arbeitslosenentschädigung für Grenzgänger über einen Systemwechsel nach, der in der Schweizer Arbeitslosenversicherung Mehrkosten von hunderten Millionen Franken verursachen könnte, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet.

Laut dem Vorschlag der EU-Kommission von letzter Woche sollen Grenzgänger, die ihre Stelle verlieren, künftig dort Arbeitslosengeld erhalten, wo sie das letzte Jahr gearbeitet haben. Derzeit ist dafür hauptsächlich der Heimatstaat zuständig.

In der Schweiz sind laut der Zeitung über 314'000 Grenzgänger tätig. Diese bezahlen hierzulande Arbeitslosenbeiträge, wenn sie aber ihre Stelle verlieren, tragen die Heimatstaaten einen Grossteil der Kosten. 2015 zahlten Grenzgänger 418 Millionen Franken in die Arbeitslosenversicherung ein, ausbezahlt wurden nur 193 Millionen.

Die Schweiz entschädigt arbeitslose Grenzgänger bislang während maximal fünf Monaten. Mit der neuen Regelung müsste sie in vielen Fällen länger zahlen und zudem die Schweizer Ansätze ausrichten, die höher sind als jene vieler anderer Staaten. (SDA)

Publiziert am 18.12.2016 | Aktualisiert am 12.01.2017
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53 Kommentare
  • Roman  Bachmair aus Naters
    19.12.2016
    Nur über meine Leiche! So weit kommt es ja noch, dass so daher Gelaufene aus unserem wertvollem Pott Geld beziehen, in welchen sie kaum etwas einbezahlt haben.

    Aber das ist eben Europa und vor allem: Meine lieben Damen und Herren, das Ergebnis der bilateralen Verträge, welche ja die Mehrheit damals angenommen hat!

    Wir können uns davor nur noch retten, in dem wir die Bilateralen restlos aufkünden und neu verhandeln! Das ist indiskutabel, so Gott will.
  • Walter  Kalberer aus Wangs
    18.12.2016
    Eine Frage sei erlaubt, wo zahlen die Grenzgänger ausser der Quellensteuer den Grossteil der Steuern? Wo kaufen diese Grenzgänger für ihren Lebensunterhalt ein? Wie viel würden diese Grenzgänger in ihrem Heimatland verdienen? Sicher weit weniger als in der Schweiz. Also haben diese Eu Länder ein Teil ihrer Arbeitslosen in die Schweiz abgeschoben wo sie mehr verdienen somit bekommen sie mehr Steuereinnahmen. Aber wie so viele Schreiben die Schweizer Politiker werden jetzt nach Brüssel kriechen.
  • Rüdiger  Simpson aus Züri
    18.12.2016
    Kurz zu den 4.5 Prozent die einige male erwähnt wurden: diese gelten nur für diejenigen die die steuerlichen Kriterien für den Grenzgängerstatus erfüllen (die anderen bezahlen die normale QST) und die meisten versuchen diesen Status nicht zu haben, damit sie in der Schweiz voll besteuert werden und nicht in ihren Herkunftsländern (wo die Steuern normalerweise höher sind). Einige mauscheln dabei auch, vielen dank an diejenigen die zu unseren Gunsten ihre Herkunftsländer um Steuern betrügen.
  • Michael  Meienhofer aus Ostermundigen
    18.12.2016
    Da ja die EU-Kassen leer sind wird jetzt krampfhaft nach demem Eurocent gesucht, den man irgendwo erreichen kann. Jeder holt nach seinem System das Geld dort wo es liegt - bei uns profitieren die Arbeitgeber von den billigeren Grenzgängern - die Dfferenz wird dann wohl der Steuerzahler wieder hinbllättern...
  • Othmar  Kamm aus Schafisheim
    18.12.2016
    Die EU hat doch recht, wenn sie von der Schweiz dies fordert. Die Schweizer sind doch mehrheitlich A..kriecher, vor allem die Politiker.
    Und wer hat und das alles eingebrockt? Herr Müller und die Parteien, die sich weigerten die MEI umzusetzen. Und jeder, der diesen Parteien noch den Rücken stärkt bei den Wahlen soll doch jetzt bezahlen für die ganze Welt. Denkt daran, das ist erst der Anfang von der Danksagung die auf die Schweiz zukommt. Ich finde es SUPER!