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Fünf Jahre und acht Monate. So lange müsste der Grieche Nekti T.* (20) in den Knast. Wegen vorsätzlicher Tötung ist er am 27. Oktober verurteilt worden. Vor zwei Jahren raste er im Ortseingang von Schönenwerd SO mit 116 km/h und prallte in ein abbiegendes Auto. Darin sass Lorena (†21), sie war sofort tot.
Doch Nekti T. will nicht in den Knast. Er zieht das Urteil weiter. «Die Appellations-Anzeigen sind bei uns eingetroffen», bestätigt Felix Bänziger, Solothurner Oberstaatsanwalt.
Die Verteidigerin von Nekti T. forderte vor Gericht eine bedingte Strafe von einem Jahr. Der Totraser findet offenbar, dass er nicht hinter Gitter gehört.
Die beiden anderen Raser Vedran B.* und Cemal A.* (beide 20) haben bereits letzte Woche einen schriftlichen Antrag eingereicht und ziehen ihre Urteile weiter. Sie haben je 28 Monate Gefängnis bekommen, acht davon hätten sie absitzen müssen.
Dass alle drei Raser von Schönenwerd ihre Urteile weiterziehen, trifft die Mutter der getöteten Lorena hart. «Ich habe gehofft, dass sie die Urteile akzeptieren und dass Ruhe einkehrt», sagt Brigitte W.* (46) zu BLICK. «Ich finde ihr Verhalten ethisch und moralisch feige.»
Die Mutter muss nun damit rechnen, dass die Urteile noch tiefer ausfallen. «Ich glaube, dass die drei mit diesen Urteilen gut gefahren sind und mit diesem Weiterzug eine Chance verpassen. Die drei schieben die Probleme somit nur vor sich her», sagt Brigitte W.
Doch die drei Raser von Schönenwerd gehen mit der Appellation auch ein Risiko ein. Denn auch die Staatsanwaltschaft zieht nun weiter. Das Strafmass kann nicht nur milder, es kann auch härter ausfallen.
* Namen bekannt