Nefs Laufbahn
BERN – Vom unbekannten Stabsoffizier zum Chef der Armee: Der Werdegang von Roland Nef (49).
Aktualisiert um 11:06 | 25.07.2008
Der Bundesrat hat den bis dahin der Öffentlichkeit unbekannten Roland Nef am 8. Juni 2007 zum Nachfolger von Armeechef Christophe Keckeis gewählt. Der 49-jährige Ausserrhoder kommandierte damals den Lehrverband Panzer/Artillerie.
Nach seiner Wahl stellte sich Nef als Pragmatiker vor, der im Streit um Armeereformen zwischen verschiedenen Strömungen vermitteln wolle. Einen starken Akzent setzte er auf Offenheit und Dialog.
Als er Anfang 2008 sein Amt antrat, lautete seine Botschaft «Konsolidieren». Neben dem Ziel, die Grundbereitschaft der Armee zu erhöhen und die Logistik in Ordnung zu bringen, machte er die Personalführung zur Chefsache. Ein Anliegen, das er formulierte: Militärs sollten künftig mindestens 4 bis 6 Jahre an ihrer Stelle bleiben.
Er selber hat sich nur gerade ein halbes Jahr gehalten. In eine andere Richtung war auch die exemplarische Entlassung von Walter Knutti gegangen. Der Luftwaffenchef musste den Hut nehmen, als nach dem Bootsunfall auf der Kander am 12. Juni im Berner Oberland Regelverstösse bei der Kaderselektion ans Licht gekommen waren.
Damals bezeichnete sich Nef als vehementen Verfechter des Ordnungsprinzips. Er wolle Ordnung in der Armee, und wo diese nicht herrsche, werde er sie durchsetzen. Diesem Credo muss er sich nun selber beugen.
Bis zum Rücktritt verlief die Karriere des Berufsmilitärs ohne Bruch. Nef studierte zunächst an der Universität Zürich Recht und trat 1988 in das Instruktionskorps der Artillerie ein. Nach seiner Auslandkommandierung in den USA wurde Nef 2002 Kommandant der Panzerbrigade 4 unter gleichzeitiger Beförderung zum Brigadier.
2004 wechselte Nef dann zur Panzerbrigade 11. Von Februar bis September 2007 war Nef Kommandant des Lehrverbands Panzer/Artillerie in Thun.
Als Chef der Armee war Nef für die Entwicklung und Führung der Armee verantwortlich. Er führte die Teilstreitkräfte Heer und Luftwaffe, die Kaderausbildung, die Logistikbasis, die Führungsunterstützungsbasis sowie den Planungsstab und den Führungsstab der Armee.
Nef löste Christoph Keckeis ab, der 2004 als erster das neue Amt des Armeechefs übernahm. In seine Amtszeit fiel insbesondere die Umsetzung der Armeereform die Armee XXI. (SDA)
Nach seiner Wahl stellte sich Nef als Pragmatiker vor, der im Streit um Armeereformen zwischen verschiedenen Strömungen vermitteln wolle. Einen starken Akzent setzte er auf Offenheit und Dialog.
Als er Anfang 2008 sein Amt antrat, lautete seine Botschaft «Konsolidieren». Neben dem Ziel, die Grundbereitschaft der Armee zu erhöhen und die Logistik in Ordnung zu bringen, machte er die Personalführung zur Chefsache. Ein Anliegen, das er formulierte: Militärs sollten künftig mindestens 4 bis 6 Jahre an ihrer Stelle bleiben.
Er selber hat sich nur gerade ein halbes Jahr gehalten. In eine andere Richtung war auch die exemplarische Entlassung von Walter Knutti gegangen. Der Luftwaffenchef musste den Hut nehmen, als nach dem Bootsunfall auf der Kander am 12. Juni im Berner Oberland Regelverstösse bei der Kaderselektion ans Licht gekommen waren.
Damals bezeichnete sich Nef als vehementen Verfechter des Ordnungsprinzips. Er wolle Ordnung in der Armee, und wo diese nicht herrsche, werde er sie durchsetzen. Diesem Credo muss er sich nun selber beugen.
Bis zum Rücktritt verlief die Karriere des Berufsmilitärs ohne Bruch. Nef studierte zunächst an der Universität Zürich Recht und trat 1988 in das Instruktionskorps der Artillerie ein. Nach seiner Auslandkommandierung in den USA wurde Nef 2002 Kommandant der Panzerbrigade 4 unter gleichzeitiger Beförderung zum Brigadier.
2004 wechselte Nef dann zur Panzerbrigade 11. Von Februar bis September 2007 war Nef Kommandant des Lehrverbands Panzer/Artillerie in Thun.
Als Chef der Armee war Nef für die Entwicklung und Führung der Armee verantwortlich. Er führte die Teilstreitkräfte Heer und Luftwaffe, die Kaderausbildung, die Logistikbasis, die Führungsunterstützungsbasis sowie den Planungsstab und den Führungsstab der Armee.
Nef löste Christoph Keckeis ab, der 2004 als erster das neue Amt des Armeechefs übernahm. In seine Amtszeit fiel insbesondere die Umsetzung der Armeereform die Armee XXI. (SDA)
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