BERN – Bundesrat Samuel Schmid nimmt Kenntnis von Nefs Gesuch um Auflösung der Arbeitsverhältnisses. Der Bundesrat wird über die Auflösung an einer der nächsten Sitzungen beraten.
An dieser Sitzung würden auch die Details der Auflösung geregelt, heisst es in der Mitteilung vom Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) weiter. Dabei dürften auch die finanziellen Fragen des Rücktritts geregelt werden.
Nef tritt zurück!
BERN – Heute hat der beurlaubte Armeechef Roland Nef vor der SIK antreten müssen. Er kam – und reichte seinen Rücktritt ein.
Von Marcel Zulauf | Aktualisiert um 12:51 | 25.07.2008
Schmid nimmts zur Kenntnis
Am Montag wurde Roland Nef von VBS-Vorsteher Samuel Schmid beurlaubt. Heute Freitag sollte der Armeechef vor den Sicherheitspolitischen Kommissionen (SIK) des National- und Ständerats zu den Vorwürfen gegen ihn Stellung nehmen.
Roland Nef verzichtete auf die Verteidigung in eigener Sache. Stattdessen reichte er das Gesuch für seinen Rücktritt ein.
Er hat dem Bundesrat einen entsprechenden Antrag gestellt, wie seine Anwälte heute Freitag mitteilten. Die Vorwürfe gegen ihn hätten seine militärische Funktion verunmöglicht. Nun muss der Gesamtbundesrat entscheiden, ob er Nefs Rücktritt akzeptiert.
Bei der Auflösung der Beziehung mit seiner ehemaligen Partnerin habe Nef Fehler gemacht, heisst es in dem Schreiben weiter. Zur Zeit seiner Ernennung sei aber nicht absehbar gewesen, dass diese private Strafsache öffentlich gemacht werde.
Nef bedaure, dass Bundesrat Samuel Schmid heute daraus Vorwürfe erwachsen. Längst überwundene, höchstpersönliche Probleme hätten beim Arbeitgeber und in der Öffentlichkeit nichts zu suchen.
Stolperstein Trennungskrieg
Nef war über den wüsten Trennungskrieg mit seiner Ex-Freundin Lynn S. gestolpert. Angeblich hat er sie über längere Zeit mit Telefonanrufen, SMS und E-Mails belästigt. Und laut einem Bericht der «SonntagsZeitung» soll er gar ihren Namen und ihre Adresse an Inserenten von Sex-Inseraten weitergegeben haben.
Seine Ex reichte daraufhin Strafanzeige wegen Nötigung ein, zog die Anzeige nach einem Jahr und einer Wiedergutmachungszahlung von Roland Nef aber wieder zurück.
Das Verfahren war während Nefs Nomination zum Armeechef noch hängig. Er informierte VBS-Vorsteher Samuel Schmid darüber, doch dieser ging dem genauen Sachverhalt nicht nach. Und er informierte seine Bundesratskollegen auch nicht über die Sache.
Nachdem die Medien immer neue, immer pikantere Details aus Nefs Leben enthüllten, wurde dieser am vergangen Montag von Bundesrat Samuel Schmid bis zum 20. August beurlaubt. Nef müsse bis dann seine Unschuld beweisen, sagte Schmid.
Offenbar kann oder will Nef dies nicht. Er gibt seinen Job auf. Und die Armee sucht einen neuen Chef.
Mit Nefs Rücktritt gerät Samuel Schmid ein bisschen aus der Schusslinie. Der Militärminister hat nach Bekanntwerden der Affäre Nef harsche Kritik für sein Vorgehen bei der Wahl des Armee-Chefs einstecken müssen. Und noch am vergangen Freitag hat Schmid betont, er stehe «voll und ganz hinter Roland Nef». Zudem sei es nicht Sache der Medien über Roland Nefs Privatleben zu richten.
Nur drei Tage später schickte Schmid seinen Armeechef in den Urlaub. Der Vertrauensbruch war nach den neusten Enthüllungen auch dem sonst stoisch ruhigen Schmid zu gross geworden.
Ab diesem Moment war für viele klar, dass Nef nicht mehr wiederkommt.
Schreiben Sie uns Ihre Meinung!
Roland Nef verzichtete auf die Verteidigung in eigener Sache. Stattdessen reichte er das Gesuch für seinen Rücktritt ein.
Er hat dem Bundesrat einen entsprechenden Antrag gestellt, wie seine Anwälte heute Freitag mitteilten. Die Vorwürfe gegen ihn hätten seine militärische Funktion verunmöglicht. Nun muss der Gesamtbundesrat entscheiden, ob er Nefs Rücktritt akzeptiert.
Bei der Auflösung der Beziehung mit seiner ehemaligen Partnerin habe Nef Fehler gemacht, heisst es in dem Schreiben weiter. Zur Zeit seiner Ernennung sei aber nicht absehbar gewesen, dass diese private Strafsache öffentlich gemacht werde.
Nef bedaure, dass Bundesrat Samuel Schmid heute daraus Vorwürfe erwachsen. Längst überwundene, höchstpersönliche Probleme hätten beim Arbeitgeber und in der Öffentlichkeit nichts zu suchen.
Stolperstein Trennungskrieg
Nef war über den wüsten Trennungskrieg mit seiner Ex-Freundin Lynn S. gestolpert. Angeblich hat er sie über längere Zeit mit Telefonanrufen, SMS und E-Mails belästigt. Und laut einem Bericht der «SonntagsZeitung» soll er gar ihren Namen und ihre Adresse an Inserenten von Sex-Inseraten weitergegeben haben.
Seine Ex reichte daraufhin Strafanzeige wegen Nötigung ein, zog die Anzeige nach einem Jahr und einer Wiedergutmachungszahlung von Roland Nef aber wieder zurück.
Das Verfahren war während Nefs Nomination zum Armeechef noch hängig. Er informierte VBS-Vorsteher Samuel Schmid darüber, doch dieser ging dem genauen Sachverhalt nicht nach. Und er informierte seine Bundesratskollegen auch nicht über die Sache.
Nachdem die Medien immer neue, immer pikantere Details aus Nefs Leben enthüllten, wurde dieser am vergangen Montag von Bundesrat Samuel Schmid bis zum 20. August beurlaubt. Nef müsse bis dann seine Unschuld beweisen, sagte Schmid.
Offenbar kann oder will Nef dies nicht. Er gibt seinen Job auf. Und die Armee sucht einen neuen Chef.
Mit Nefs Rücktritt gerät Samuel Schmid ein bisschen aus der Schusslinie. Der Militärminister hat nach Bekanntwerden der Affäre Nef harsche Kritik für sein Vorgehen bei der Wahl des Armee-Chefs einstecken müssen. Und noch am vergangen Freitag hat Schmid betont, er stehe «voll und ganz hinter Roland Nef». Zudem sei es nicht Sache der Medien über Roland Nefs Privatleben zu richten.
Nur drei Tage später schickte Schmid seinen Armeechef in den Urlaub. Der Vertrauensbruch war nach den neusten Enthüllungen auch dem sonst stoisch ruhigen Schmid zu gross geworden.
Ab diesem Moment war für viele klar, dass Nef nicht mehr wiederkommt.
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Der Fall Nef
Das sagen Blick.ch-Leser
- Alfred, 4102 binningen - 11:42 | 27.07.2008
- » Bundesrat Schmid macht sowiso von je her die bessere Figur als Pantoffelheld denn als Armeechef.
- Esther, Bern - 23:02 | 26.07.2008
- » Das war ja anzunehmen, daa s.schmid so fein raus ist lässt er das ganze bis 20.8.08 aufs Eis legen und hofft, dass Nef dann geht. Er hat gut gepokert - sein Untertane ist freiwillig gegangen, aber was jetzt kommt ist doch die HöHE. Der verantwortliche CHEF Schmid, der bleibt auf seinem Sessel kleben. Schade nur für unsere Armee......
- Martin Hüppi, Kerzers - 21:33 | 26.07.2008
- » Je mehr wir nach Rundumperfektion bei Menschen in Führungspositionen achten, desto mehr werden vermeintlich 'saubere' Führungskräfte in Zukunft verdienen.
- Bänz, Bern - 19:14 | 26.07.2008
- » Ich verstehe nicht, warum s.SCHMID nicht auch zurücktreten muss sondern nur Hr. Nef.? Schmid hat genauso viel Dreck am Stecken!
- ralph, bern - 15:02 | 26.07.2008
- » auch ohne den fall nef ist BR schmid nicht mehr tragbar;seine zeit ist längst um.der bhäbige,schwerfällige schmid ist ein sesselkleber.er bleibt, obwohl niemand ihn will..
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