
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
«Die Schweiz hat es mir angetan. Als ich vor einem Jahr in Zürich war, wusste ich: Hier gehöre ich hin. Ich mag die Schweizer Mentalität. Die Leute strahlen so viel Ruhe und Gelassenheit aus. Und sie sind offen. Das kennt man in Deutschland gar nicht mehr. Im Moment suche ich Arbeit in der Schweiz und entdecke das Land. Überall werde ich mit offenen Armen empfangen. In zwei Wochen habe ich vier Mal Käsefondue gegessen. Immer anders. Nur mit dem Schwiizertüütsch habe ich noch Probleme. Aber ich möchte es unbedingt lernen.»
«Ich bin hier oben sehr gut aufgenommen worden. Aber was in der letzten Zeit passiert, macht mir Sorgen. In den Medien wird viel Negatives über die Deutschen in der Schweiz berichtet. Im Alltag merke ich noch nicht, dass ich angefeindet werde. Aber es besteht die Gefahr, dass irgendwann negative Reaktionen kommen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man hier nicht den Deutschen rauskehren sollte. Die Schweizer sind gemütlicher als wir. Und als Gäste in ihrem Land müssen wir uns anpassen. Allerdings nicht bei der Sprache: Obwohl ich schon lange hier lebe, spreche ich kein Schwiizertüütsch. Bei mir klingt es einfach zu komisch.»
«In der Schweiz gibt es immer wieder Personen, die sich sehr über uns Deutsche ärgern. Ich merke das beim Autofahren oder Einkaufen. Die Leute lassen mich warten oder wenden sich offen von mir ab. Ausserdem höre ich oft Ausdrücke wie ‹Nazikopf›. Diesen Leuten fehlt das offene Denken. Ausserdem arbeiten doch auch in Deutschland viele Schweizer. Meist dicke Bosse mit einem Wahnsinns-Gehalt. Darauf sind wir auch nicht neidisch! Meine persönliche Meinung zu den Schweizern ist trotz allem sehr positiv. Ich habe mehr wirkliche Freunde in der Schweiz als in Deutschland. Und auch politisch gesehen empfinde ich mehr Solidarität für die Schweiz: weil ich hier aufgenommen wurde und hier arbeiten darf.»
Umfrage: Katia Murmann