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Was ist geschehen? Die mächtigen Regierungschefs der Welt haben am G-20-Gipfel beschlossen: Die Schatulle des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird aufgestockt – um 500 auf 750 Milliarden Dollar. Mit der riesigen Summe soll der IWF aushelfen, falls ein Staat wegen der Krise in einen Engpass kommt.
Überraschend verkündete Merz in der «NZZ am Sonntag», er wolle, dass die Schweiz da mitmache. Rund 10 Milliarden Fanken soll unser Land in den IWF einschiessen.
Warum das? Wir waren zwar nicht am G-20-Gipfel eingeladen, aber sind IWF-Mitglied. Gegenüber Blick.ch erklärt Merz, dass die Schweiz keine Wahl habe: «Wir stehen in der Pflicht. Sonst bekommen wir Probleme und fliegen am Ende noch raus.» Wie jedes Mitglied haben wir eine IWF-Quote, die unser Stimmrecht festlegt, aber auch die Beitragspflicht. Die Schweizer Quote liegt bei 1,6 Prozent. Umgerechnet sind das 9 bis 11 Milliarden Franken. Zum Vergleich: Die beiden Schweizer Konjunkturpakete von Wirtschaftsministerin Doris Leuthard umfassen knapp 1,7 Milliarden.
Aufgebracht würde das Geld von der Nationalbank. Der Bund müsste als Bürge geradestehen. Am Mittwoch bringt Merz das heisse Geschäft in den Bundesrat. Und dann möglichst rasch vors Parlament.
Für Zoff ist gesorgt. SVP-Finanzexperte Hans Kaufmann (61) sagt: «Nur die allergrössten Kälber wählen ihre Metzger selber. Wir brauchen das Geld für uns.» Bei den Mitte-Parteien und der SP sieht es nach Zustimmung aus. SP-Präsident Christian Levrat (38): «Wir können es uns nicht leisten, auch noch in diesem wichtigen Gremium zu fehlen.» (wtg/mei/roc)
Und was finden Sie? Macht es Sinn, dem IWF zugunsten der Weltwirtschaft 10 Milliarden Franken zu zahlen? Profitiert die Schweiz letztlich auch davon oder ist das aus dem Fenster geschmissenes Geld? Schreiben Sie uns Ihre Meinung. Stimmen Sie ab.