Nach Kritik SBB stellt Swisspass-Datenbank ein

Mit den Daten, die aus dem Swisspass gewonnen werden, kann die SBB ein Bewegungsprofil von Kunden erstellen. Nach der Kritik des Eidgenössischen Datenschützer soll die Datenbank per Ende März eingestellt werden.

Bei jeder Kontrolle werden beim SwissPass die Uhrzeit, die Zug-/Kursnummer und die Ausweisnummer registriert. (Archiv) play
Bei jeder Kontrolle werden beim SwissPass die Uhrzeit, die Zug-/Kursnummer und die Ausweisnummer registriert. (Archiv) KEYSTONE/GAETAN BALLY

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Die SBB löscht die Kontrolldaten, die mit dem neuen SwissPass gesammelt werden. Sie kommt damit einer Aufforderung des Preisüberwachers nach, der die Aufbewahrung als unverhältnismässig und unnötig kritisiert hatte.

Der Betrieb der Kontrolldatenbank werde deshalb per Ende März eingestellt, teilten die SBB und der Verband öffentlicher Verkehr am Montag mit. Die ÖV-Branche strebe nun klare Rechtsgrundlagen an, die «eine Weiterentwicklung von kundenfreundlichen Tarifsystemen ermöglichen».

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Der Eidgenössische Datenschützer Jean-Philippe Walter hatte vor zwei Wochen Kritik an der Praxis geäussert. Dass bei jeder Swisspass-Kontrolle Uhrzeit, Zugnummer und Ausweisnummer erfasst und neunzig Tage gespeichert werden, sei nicht verhältnismässig. Es beruhe auch nicht auf einer genügenden gesetzlichen Grundlage, so Walter.

Es ist der erste öffentliche Erfolg Walters, der das Amt nur vorübergehend innehat. Er hat es im Dezember 2015 von Hanspeter Thür übernommen. Sein designierter Nachfolger soll Adrian Lobsiger werden.

Die Datenbank dürfte bereits gut gefüllt sein: Mitte Oktober - rund zweieinhalb Monate nach der Einführung des SwissPass - zählte die Kontrolldatenbank schon 3,2 Millionen Einträge, wie es im Bericht des Datenschützers hiess. (sda/rey)

Publiziert am 29.02.2016 | Aktualisiert am 02.05.2016
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5 Kommentare
  • Pierre  Glöckli , via Facebook 29.02.2016
    Mit den etlichen Apps die Einige auf dem Smartphone haben lassen sich auch Profile etc. erstellen! Facebook, Whatsapp, Gmail, alles ist miteinander verknüpft und es wird auf Fotos Telefonbuch, GPS und vieles mehr zugeriffen. Sogar Whatsapp Anrufe gehen über die amerikanische Server. Aber der Swisspass stört dann den lieben Schweizer. Alles klar ;-)
  • Gil-Dominique  Matthey , via Facebook 29.02.2016
    Aber dass bei der Cumuluskarte & Co ein Einkaufsprofil vom Kunden erstellt werden kann macht dann gar nichts? Sorry, aber dann müsste ab sofort auch diese Datenerhebung verboten werden. Aber mir egal, ich bezahle nach wie vor in bar und verzichte liebendgerne auf solche Kundenkärtli wo ich doch nur überflüssigen Gigernillis zu überteuerten Preisen erhalte. Aber wer das will, muss sich nicht wundern wenn er zum gläsernen Mensch wird resp. längst geworden ist.
    • Konsumentenforum  kf aus Bern
      29.02.2016
      Die Cumulus-Karte muss niemand beantragen, um einkaufen zu gehen. Das sieht bei Abos für den öV ganz anders aus. Da ergäbe sich ein riesiger, enormer Nachteil, wenn man aufs Abo verzichten würde und stattdessen Einzelbillette löst. Daher hinkt der Vergleich.
      Störend ist ja v.a. auch, dass es bisher ohne Datenbank ging. Und dass Millionen für neue Kontrollgeräte ausgelegt werden müssen. Bezahlen werden das natürlich die Reisenden - mit höheren Tarifen...
  • Gabor  Flückiger aus Zürich
    29.02.2016
    Ein Schritt in die richtige Richtung! Aber, drannebliibe....!
  • Konsumentenforum  kf aus Bern
    29.02.2016
    Endlich kam der VöV zur Einsicht und erfüllt eine der wichtigsten und seit Beginn vorgetragenen Forderungen von uns. Schade, dass es dazu erst die Berichte des Datenschützers brauchte..