Nach illegalen Wolf-Abschüssen Kopfgeld für die Wilderer!

Wilderer knallten innerhalb kurzer Zeit zwei Wölfe ab. Nun verspricht die Gruppe Wolf Geld für Hinweise zu den Tätern.

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Mit mehreren Schüssen aus einer Schrotflinte hat ein Unbekannter in Sils im Domleschg einen jungen Wolf abgeknallt und über eine Brücke geworfen. Am Dienstag wurde der Kadaver gefunden. Die Behörden ermitteln und haben Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

Hinweise zahlen sich aus

Jetzt schaltet sich auch die Gruppe Wolf Schweiz ein und sucht die Täterschaft. «Sicher ist, dass wir Hinweise wieder belohnen wollen», sagt Präsident David Gerke zum «St. Galler Tagblatt». «Wir gehen davon aus, dass es eine hohe Dunkelziffer von illegal getöteten Grossraubtieren in der Schweiz gibt.»

Geld gibt es auch für Hinweise zum getöteten Wolf, der letzte Woche im Wallis gefunden wurde. Über die Höhe der Belohnung kann Gerke noch nichts sagen. Anfang 2014, als ein Wolf aus dem Calandarudel abgeknallt wurde, setzte die Gruppe aber satte 10'000 Franken aus (BLICK berichtete).

Die Jäger wollen es nicht gewesen sein

Nicht nur Wolf Schweiz ist verärgert, auch Jagd Schweiz äussert sich heute zum Fall. «Diese illegalen Aktionen verhindern einen vernünftigen Dialog zum Management der Grossraubtiere», schreibt die Organisation in einer Mitteilung. «Sie fördern extreme Positionen bezüglich der Haltung gegenüber diesen Wildarten.»

Ausserdem versucht der Verein seine Mitglieder aus dem Schussfeld zu nehmen und schiebt den schwarzen Peter weiter: Es sei sehr fraglich, ob der Täter ein Jäger gewesen sei, schliesslich sei der Wolf primär ein Problem für die Bauern. (kra)

Publiziert am 18.03.2016 | Aktualisiert am 21.03.2016
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Emotionale Ständeratsdebatte Darf der Wolf gejagt werden?

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15 Kommentare
  • Christine  Scheuchzer , via Facebook 18.03.2016
    Schützt endlich mal eure Schafe mit Herdenschutzhunden und Ihr habt Ruhe! Aber klar, die Hunde schützen dann eben die Schafe auch vor dem Abstürzen... Und abgestürzte Schafe bringen halt dem Bauern Geld! Lebende kosten und muss man pflegen!
  • Manuela  Truniger 18.03.2016
    Jedes Jahr gibt es bei der Sömmerung von Schafen über 4000 Abgänge. Über 90 Prozent wegen Blitzschlag, Absturz, Steinschlag, Krankheiten oder werden nicht mehr gefunden. Darüber spricht niemand. Dies wird einfach stillschweigend akzeptiert!
  • Reinhard  Vogel aus Meggen
    18.03.2016
    Zumindest mussten diese zwei Wölfe nicht leiden wie die x-Hunderten Schafe.
  • Thomas   Siegler aus Davos Platz
    18.03.2016
    ja, jajetzt sind es die Bauern. Vermutlich hat auch jeder 2 Bauer eine Schrotflinte zu Hause. Nur sind es doch immer die Jäger die aus Profitgier jedes Teir abschiessen wollen. Egal ob Fuchs, Wolf, Biber oder Bär. Alles was sich bewegt gehört in der Schweiz nicht in den Wald und muss sofort ermordet werden.
  • Sonja  Zwicker 18.03.2016
    Um Wölfe macht man ein grösseres Theater wie um die Schafe, die gerissen werden! Unsinnig, wie sich die "Gruppe Wolf Schweiz" wichtig macht. Wissen die Leute sonst nichts mit sich anzufangen? Die unschuldigen Schafe werden grausam zerfleischt. Da haben die Wölfe einen humaneren Tod. Wer braucht denn schon in der kleinen Schweiz grosse Wildtiere??? Für was sollen die gut sein? Die Wolfs-Fans sollen nach Sibirien auswandern. Dort haben die Wölfe mehr Freiraum, und die armen Schafe hier ihre Ruhe!