Nach Flucht von Wärterin mit Vergewaltiger Zürcher Gefängnisse ergreifen erste Massnahmen

DIETIKON ZH - Alle hätten von der Liebelei gewusst, sagt Ex-Häftling C.G.*. Sextäter Hassan Kiko (27) sei dazu sogar befragt worden. Die Gefängnisleitung bestreitet das.

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Ihre Romanze war im Gefängnis Limmattal in Dietikon ZH ein offenes Geheimnis: «Wir wussten alle, dass die beiden etwas zusammen haben», sagt Ex-Häftling C.G.* gegenüber BLICK

Nach und nach habe Sextäter Hassan Kiko (27) die hübsche Aufseherin Angela Magdici (32) um den Finger gewickelt: «Angela fiel voll auf ihn herein.» Mehrere Mithäftlinge sollen Kiko laut C.G. verpfiffen haben. «Er wurde mehrmals von anderen Aufsehern zum Thema befragt. Er stritt immer alles ab», sagt der Ex-Häftling. 

Abklärungen laufen noch

Rebecca de Silva, Sprecherin des Zürcher Amts für Justizvollzug, bestreitet diese Vorwürfe: «Aktuell wissen wir nichts von einer Beziehung, haben die interne Abklärung aber auch noch nicht vollends abgeschlossen.» Bei den Vorwürfen handle es sich um die «Aussage eines Ex-Häftlings bzw. um ein Gerücht». 

Hätte die Gefängnisleitung Kenntnis von einem Verhältnis gehabt, wäre rasch eingegriffen worden. De Silva: «Eine Sofortmassnahme könnte die Versetzung des Gefangenen in ein anderes Gefängnis sein.» Zudem würde in einem solchen Fall natürlich das Gespräch mit dem Mitarbeitenden gesucht, «mit dem Ziel einer Kurskorrektur».

Erste Massnahmen nach Ausbruch

«Wenn das Problem von grundsätzlicher Natur ist, steht die Frage im Raum, ob er für diese Arbeit (noch) geeignet ist», sagt de Silva. Dann müsse man darüber nachdenken, die betroffene Person in ein anderes Umfeld ohne Insassenkontakt zu versetzen. 

Während die internen Abklärungen noch laufen, hat Thomas Manhart, Chef des Justizvollzugs-Amtes Zürich, die Verantwortung für den Ausbruch übernommen und bereits erste Massnahmen ergriffen: Künftig sei es für einen Aufseher in den Zürcher Haftanstalten nicht mehr möglich, alleine mit einem Insassen die äusserste Hülle des Gefängnisses zu verlassen, sagte er im «Regionaljournal» von Radio SRF. Türen können also von einem Wärter alleine nicht mehr geöffnet werden. Auch psychologische Tests bei der Einstellung neuer Aufseher sowie regelmässige Sicherheitschecks schliesst Manhart nicht aus. (jvd)

*Name der Redaktion bekannt 

Publiziert am 15.02.2016 | Aktualisiert am 31.03.2016
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8 Kommentare
  • beat  loser aus st.gallen
    16.02.2016
    Jetzt soll alles strenger werden in den Gefängnissen. So etwas kann immer geschehen das ist doch Menschlich. Die Insassen leiden jetzt wieder drunter, dafür müsste man dem Direktor Kündigen, der war ja zufrieden mit der Sicherheit.
  • Thomas  Zürcher 15.02.2016
    Es ist immer das gleiche es muss immer etwas passieren das die Verantwortlichen reagieren.Die Fehler, die gemacht wurden sind die Erfahrungen, die sie machen mussten, um die Fehler zu verhindern, die sie noch machen könnten.
  • Verena  Winterberg 15.02.2016
    "Auch psychologische Tests bei der Einstellung neuer Aufseher sowie regelmässige Sicherheitschecks schliesst Manhart nicht aus". Welch neue Erkenntnis.... In welchem Jahrhundert sind wir stehen geblieben?
  • Philipp  Krick 15.02.2016
    Zusammenfassend macht man jetzt endlich das, was gemäss gesundem Menschenverstand schon immer hätte sein sollen.
  • Claude  Marty 15.02.2016
    Wie bei der Flugabwehr : Büro von o9hoo bis 16hoo abzüglich Mittagspause; anschliessend 1 Woche später eventuelle Massnahmen.
    Ist ja alles hochtstens lächerlich für einen normalen Bürger.