Nach F/A-18-Eskorte von Regierungs-Jet Russland verlangt Erklärung von Schweizer Luftwaffe

Die russische Botschaft verlangt von der Schweiz eine Erklärung, nachdem die schweizerische Luftwaffe am Freitag ein russisches Regierungsflugzeug eskortiert hat.

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F/A-18-Kampfjets der Schweizer Luftwaffe haben ein russisches Flugzeug während seines Überflugs über die Schweiz begleitet. Ein Passagier der Maschine, die eine Delegation Russlands an ein Treffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft nach Peru brachte, veröffentlichte am Freitag ein spektakuläres Video der Eskorte im Internet.

Die russische Botschaft zeigte sich über den Vorfall befremdet und verlangt nun von der Eidgenossenschaft, sich für den Einsatz zu erklären. Eine entsprechende Stellungnahme veröffentlichte die Botschaft in Bern am Samstag auf Twitter.


«Wir haben unser Erstaunen geäussert und die Schweizer Seite nach Erklärungen in Zusammenhang mit dem Vorfall mit dem russischen Regierungsflugzeug im Himmel über der Konfederation gebeten.»

Jürg Nussbaum, Sprecher der Schweizer Luftwaffe, gab bereits am Freitag gegenüber BLICK eine Stellungnahme ab. Dieser bezeichnete den Einsatz als «Standardverfahren»: «Das russische Flugzeug wurde im Rahmen des regulären Luftpolizeidienstes von FA/18-Kampfflugzeugen überprüft und begleitet, wie das bei Überflügen ausländischer Staatsluftfahrzeuge oft getan wird.»

Ganz so normal war es für die Insassen des russischen Flugzeugs nicht: «Wir flogen über die Schweiz, als wir plötzlich von drei Jets der Schweizer Luftwaffe eingekreist wurden», schreibt Andrey Kolesnikow, Chefredaktor einer russischen Zeitschrift, auf Facebook. Er habe sogar kurz befürchtet, so Kolesnikow, dass die Schweizer Kampfflugzeuge seine Maschine zum Landen zwingen würden. (pma/bau/bö)

Publiziert am 19.11.2016 | Aktualisiert am 06.12.2016
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12 Kommentare
  • Peter  Muster aus Koppigen
    19.11.2016
    "Eingekreist". Eher eskortiert. Ein solches verhalten im eigenem luftraum ist wohl keiner rechtfertigung schuldig. Man kann sich bevorzugt behandelt fühlen wenn man zur sicherheit sogar eskortiert wird.
  • Thomas  Müller 19.11.2016
    Die Erklärung ist doch ganz einfach: Da die russische Maschine während den Bürozeiten über die Schweiz geflogen ist, war die Luftwaffe auch einsatzfähig. Das nächste Mal bitte ausserhalb der Bürozeiten überfliegen, dann sind unsere Piloten auch im Feierabend und nichts passiert. Es ist schon sehr verwunderlich, dass der russische Geheimdienst diese Informationen nicht hat. Die NSA ist wohl doch besser als der KGB.
  • uli  Pulfer 19.11.2016
    Ich finde auch, die Übung hätte zuerst mit den Russen abgesprochen werden müssen ! So einfach selbst entscheiden geht natürlich überhaupt nicht.
    • Hans  Müller aus Bern
      20.11.2016
      Es war zuers einmal keine Übung Hr. Pulver, es war eine Kontrolle unseres Luftraumes. Den eigenen Luftraum zu kontrollieren sind wir als freier Staat berechtigt und auch verpflichtet. Dies ist unabhängig ob es nun ein russisches Flugzeug war oder ein Flugzeug eines anderen Landes.
  • Garibaldi  RN , via Facebook 19.11.2016
    Ja liebe Russen. Wir nehmen uns einfach die Freiheit unseren Luftraum zu kontrollieren und zwar regelmässig. Das hat nichts mit "einkreisen" sondern einfach mit überprüfen zu tun. Besten Dank fürs Gespräch.
  • Croc  Odile , via Facebook 19.11.2016
    An Alle ausländischen Fluggesellschaften: Fliegt in Zukunft ausserhalb der Bürozeiten durch den Schweizer Luftraum, dann fliegt unsere Air-Force nämlich nicht. Danke