Nach Ecopop-Beschwerde Der nächste Rüffel für Schawinski!

BERN - Nach der heftigen Kritik am missglückten Streitgespräch zwischen Roger Schawinski und dem Satiriker Andreas Thiel drohte dem SRF-Moderator bereits wieder Ungemach – diesmal von der Ombudsstelle des SRF.

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Die Auftritte von Roger Schawinski (69) in seiner Talk-Sendung im Schweizer Fernsehen sorgten in der Vergangenheit wiederholt für Gesprächsstoff. Für das Duell mit Thiel gab es in den letzten Tagen viel böses Blut und auch für seine Rolle im Abstimmungskampf zur Ecopop-Initiative bekommt «Schawi» nun einen Rüffel.

Auslöser ist eine Beschwerde, die von Ecopop-Geschäftsführer Andreas Thommen (48) bei der Ombudsstelle von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) eingericht wurde. Wie der «Tages-Anzeiger» schreibt, beschuldigt dieser Roger Schawinski, im Vorfeld der Abstimmung mit einer unausgewogenen Wahl seiner Gesprächspartner einseitige Meinungsmache betrieben zu haben.

SRF soll gegen eigene Prinzipien verstossen haben

Tatsächlich wurden mit Christoph Blocher von der SVP, Grünen-Nationalrat Balthasar Glättli und SP-Präsident Christian Levrat gleich drei politische Schwergewichte in die Sendung «Schawinski» eingeladen, die gegen die Ecopop-Initiative kämpften. Auf der anderen Seite bekam einzig Ecopop-Chef Benno Büeler eine Chance bei Schawinski, und das erst noch «nur» in einem Streitgespräch mit FDP-Nationalrätin Christa Markwalder.

Thommen kritisierte vor allem auch Blochers Gespräch in der Sendung. Mit dessen Auftritt nur 27 Tage vor der Abstimmung hätte das SRF gegen die eigenen Prinzipien verstossen, wonach in den letzten vier Wochen bis zur Abstimmung keine Auftritte von Exponenten mehr zugelassen werden sollen.

«Schwammige Begründungen» der Ombudsstelle

In ihrem nun erschienen Schlussbericht weist die Ombudsstelle des SRF die Vorwürfe gegen Schawinski zwar ab, kritisiert den Moderator aber dennoch. Die Gebote der Chancengleichheit und Sachgerechtigkeit seien «nicht verletzt, vielleicht aber geritzt» worden, so das Urteil. Massgebend für die Zusammenstellung des Programms beim SRF seien schlussendlich aber die gesetzlichen Bestimmungen im Radio- und TV-Gesetz.

Andreas Thommen zeigt sich über das Urteil enttäuscht, hat aber mit solch «schwammigen Begründungen» der Ombudsstelle gerechnet. Aufregen will er sich darüber aber «nach geschlagener Schlacht» nicht mehr.

Beim Sender zeigt man sich hingegen zufrieden: «Der Ombudsmann hält ausdrücklich fest, dass ein generelles Auftrittsverbot bei „Schawinski“ von politischen Persönlichkeiten, lediglich weil sie gegen eine zur Abstimmung gelangenden Volksinitiative sind, eine unverhältnismässige Beschränkung der Programmautonomie beziehungsweise der Meinungs- und Informationsfreiheit darstellen würde. Wichtig aus Sicht von SRF ist vor allem die Tatsache, dass es bei den beanstandeten Gesprächen gar nicht um die Ecopop-Initiative ging. Zwar wurde punktuell auf Ecopop Bezug genommen, der Fokus war jedoch ein viel breiterer und betraf die grossen politischen Linien, über die die Schweiz debattiert. Damit wurde das Sachgerechtigkeitsgebot sowie das Gebot der Chancengleichheit vor einer Volksabstimmung nicht verletzt.» (cat)

Publiziert am 23.12.2014 | Aktualisiert am 23.12.2014
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45 Kommentare
  • Lorenz  Schmid 23.12.2014
    Haben die Schweizer noch immer ein Problem mit aussergewöhnlichen, erfolgreichen Leuten wie Schawinski? Sind wir doch mal stolz auf jemanden wie ihn. Und wenn der Herr Thiel in eine Talk-Sendung geht, soll er gefälligst antworten auf die Fragen, die man ihm stellt. Auch wenn sie provokativ sind. Hat Thiel keinen Stolz, um sich einem Challenge zu stellen? Sind die SRF Zuschauer mental so schwach, dass sie keine herausfordernden Fragen ertragen und zum Ombudsmann rennen müssen?....
  • Urs  Schaad aus Zürich
    23.12.2014
    Wenn Roger Schawinski einmal 40 Sekunden nicht reden würde, hätten ihm Freund und Feind sagen können, dass er aufhören sollte.
  • Possible  Orb , via Facebook 23.12.2014
    Klar ist: allen den schawinskis auftreten missfällt sind nun reichlich beglückt worden, objektiv betrachtet verstehe ich da nicht aber dem sei nun mal so.
    Auch klar ist: das dieser Thiel ein sehr suspekter typ ist was raum zum nachfragen generiert. meiner meining nach der perfekte sektenführer, nur will ich den nicht noch auf ideen bringen.
    Und ebenso Klar ist: Schawinskis art und weise zu moderieren und zu interviewen ist teils auch etwas fragwürdig da er auf all seine fragen schon alles weis
  • erika  muntwyler aus zürich
    23.12.2014
    hoffentlich werden solche themen nicht mehr am tv gemacht. es sind einfach zu heikle themen - jeder/jede hat seine ansicht. näme mich mal wunder wieviele leute eigentlich nach so einer talk-show am nächsten tag zum arzt gehen müssen, weil das herz, die nerven, das
    kreislaufsystem zusammenbrachen. - ich denke viele - nur sagen sie es nicht - muss sowas wirklich sein????
    • Rolf  Hess aus Münchenbuchsee
      24.12.2014
      Ein Problem, das die ganze Welt beschäftigt, soll nun plötzlich heikel sein. Heikel wird es erst, wenn wir alle zuschauen, die Probleme nicht erkennen wollen und nichts dagegen tun.
  • Ruedi  Voser 23.12.2014
    Da zeigt sich wieder einmal die einseitig linke Einstellung des SRF auf Kosten der Zwangsabgaben für alle. Nach dem Vorfall mit Thiel und den miserablen Einschaltquoten muss die Sendung eingestellt werden. Lasst jüngere Talker ran. Schawinski hat selber noch genug Eisen im Feuer.