Nach Attentat in Paris: Polizeischutz für Schweizer Pressehäuser

ZÜRICH - Die internationale Medienwelt fürchtet sich vor Nachahmungstätern. Nun hat auch hierzulande die Polizei reagiert und Patrouillen vor Schweizer Pressehäusern verstärkt. Auch beim Blick.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Paul ist wieder daheim! – Vater zu BLICK: «Wir möchten uns bei der...
2 In letzter Sekunde Polizei rettet Mädchen (4) aus der Aare
3 Eklat vor Solothurner Gericht Querulant beisst Richter spitalreif!

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
18 shares
4 Kommentare
Fehler
Melden

Nach dem Attentat auf die Redaktion der Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo in Paris sind auch hierzulande Journalisten verunsichert. In der Islam-Debatte hat sich besonders die Weltwoche exponiert. Deshalb hat die Stadtpolizei Zürich nun stehende Patrouillen vor dem Axel-Springer-Gebäude platziert, wo die Weltwoche-Redaktion untergebracht ist.

Aber auch andere Zürcher Pressehäuser stehen unter Beobachtung. «Wir sind mit dem Bund in Kontakt und haben eine Lagebeurteilung vorgenommen, welche Sicherheitsmassnahmen getroffen werden nach dem Attentat in Paris. Alle Pressehäuser der Stadt Zürich sind eingeflossen», sagt Judith Hödl, Sprecherin der Stadtpolizei Zürich.

Auch «Blick» betroffen

Auch vor dem Pressehaus von Ringier, wo sich die Blick-Redaktion befindet, sind mehr Polizei-Patrouillen zu beobachten.

Zudem hat Ringier den Zutritt strenger gesichert. Die Mitarbeiter wurden kurz nach dem Attentat umgehend informiert. Es handelt sich allerdings um «standardisierte Sicherheitsvorkehrungen». «Es wurden zu keiner Zeit Drohungen gegen Ringier ausgesprochen», heisst es in einer Mitarbeiter-Information.

In einer offiziellen Stellungnahme teilt Ringier-Presseprecherin Danja Spring mit: «Ringier verfügt über ein umfassendes Sicherheitsdispositiv an seinen Standorten. Exponierteren Redaktionsräumlichkeiten gilt besonderes Augenmerk.»

Kein erhöhtes Risiko für NZZ

Eine Unternehmenssprecherin der «NZZ» teilte mit, dass es keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für ihre Mitarbeitenden gebe.

Daniel Stein, der Sprecher der SRG, erklärte auf Anfragen, dass die SRG die Risiken und Sicherheitsmassnahmen permanent analysiere, dies sei aber auch vor dem Anschlag auf «Charlie Hebdo» der Fall gewesen.

In Basel beurteile die Kantonspolizei die Situation fortlaufend, doch «derzeit sind keine konkreten Massnahmen nötig», sagt Mediensprecher Andreas Knuchel. Kurz: Vor dem Verlagshaus der Basler Zeitung passieren heute nicht mehr Polizeiautos als an allen anderen Tagen auch. (ct)

Publiziert am 08.01.2015 | Aktualisiert am 08.01.2015
teilen
teilen
18 shares
4 Kommentare
Fehler
Melden
Auch am Empfang im Ringier-Pressehaus steht eine Kerze zum Gedenken der Opfer. play

Auch am Empfang im Ringier-Pressehaus steht eine Kerze zum Gedenken der Opfer.

ct
Mehr zum Thema
15 Bewaffnet und auf der FluchtDie Attentäter von Paris sind eiskalte Profis
88'000 Polizisten jagen die Terror-Brüder

TOP-VIDEOS

4 Kommentare
  • tom  weber aus bern
    08.01.2015
    Gabs in Paris auch .Wurden von den Terroristen als erste erschossen und hingerichtet !! Man hat nichts daraus gelernt !!
  • oskar  meier 08.01.2015
    Für solche Typen muss man die Totesstrafe geben,sonst werden die nur Rauserpresst.Die haben es nicht anders verdient.
  • Dani  Rosso 08.01.2015
    Ist ja wohl ein Witz... Wenn was passiert sind das die ersten Toten...
    Nicht nur schlecht bewaffnet sondern auch perfekte Zielscheiben.. Hoffe im Hintergrund sind noch einige von denen wir nichts wissen!! Ansonsten mein Beileid. Irgendwie habt Ihr Politiker es noch immer nicht kapiert!! Wie viele müssen noch sterben? Mit diesen Bildern wollt ihr wohl einige dumme Bürger beruhigen..
  • Daniel  Hofmann 08.01.2015
    Ja, dann aber bitte auch in Vollmontur mit schweren Waffen, nicht, dass es Ihnen gleich ergeht wie dem französischem Polizisten, der nur leicht geschützt und leicht bewaffnet war.
    Wir haben ja gesehen, wie diese auftreten, wenn sie kommen.