Nach 36 Stunden Hotelbrand in Arosa vollständig gelöscht

Nicht weniger als 36 Stunden lang hat das Posthotel Holiday Villa im Bündner Ferienort Arosa gebrannt. Erst in der Neujahrsnacht konnte das Feuer vollständig gelöscht werden.

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Ein schwer verletzter 85-jähriger Mann und eine leicht verletzte Frau befanden sich am Sonntag noch im Spital. Ein ebenfalls ins Spital eingewiesenes Kind wurde inzwischen entlassen.

Das Feuer war am Freitagnachmittag um 16 Uhr ausgebrochen und konnte eineinhalb Tage lang nicht gelöscht werden. «In der Nacht auf Neujahr ist es der Feuerwehr endlich gelungen, den Brand vollständig zu löschen», sagte Marcus Corai, Mediensprecher der Kantonspolizei Graubünden am Neujahrsmorgen der Nachrichtenagentur sda.

Momentan leiste ein Feuerwehrmann Brandwache. Die Brandruine dürfe wegen Einsturzgefahr vorerst nicht betreten werden. Die Feuerwehrleute hatten den ganzen Samstag über Glutnester unschädlich gemacht. Lange Zeit rauchte es noch aus dem total zerstörten Viersternehotel unmittelbar neben dem Bahnhof.

Drei Fälle von Rauchvergiftung

Ein 85-jähriger Mann erlitt eine schwere Rauchvergiftung, ein Kind und eine Frau eine mittelschwere. Die drei Verletzten wurden von drei Helikoptern ins Kantonsspital Graubünden nach Chur geflogen.

Das achtjährige Kind konnte das Spital inzwischen wieder verlassen. Die Frau und der betagte Mann befinden sich noch in Spitalpflege, wie Corai am Sonntagmorgen sagte. Beim Brand wurden zehn weitere Personen und drei Feuerwehrleute leicht verletzt. Sie konnten alle ambulant behandeln werden.

150 Personen waren nach dem Brandausbruch im Hotel am Freitag evakuiert worden. Sie wurden in anderen Unterkünften und bei Privaten untergebracht. Die Bevölkerung zeigte sich solidarisch und spendete Kleider für die betroffenen Hotelgäste, wie die Ferienregion Arosa Lenzerheide mitteilte.

Kleider und Ausrüstung sind jedoch nur das eine - zahlreiche Hotelgäste dürften in den Flammen auch Reisepässe und andere Dokumente verloren haben.

Die Polizei rät den Ausländerinnen und Ausländern unter ihnen, sich so rasch wie möglich mit dem zuständigen Konsulat in Verbindung zu setzen. «Die Behörden werden die Gäste unterstützen und so rasch wie möglich die nötigen Papiere ausstellen, um den Verlust der Dokumente zu bestätigen», sagte Corai dazu.

Der Brand war am Freitagnachmittag in einem der unteren Stockwerke des Gebäudes ausgebrochen. Der Brandursache ist noch nicht bekannt. Ein Brandspezialist der Kantonspolizei ermittelt. In dem vierstöckigen Gebäude gab es gegen 60 Zimmer.

Publiziert am 01.01.2017 | Aktualisiert am 01.01.2017
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3 Kommentare
  • Roger  Riger aus Zürich
    02.01.2017
    Haben Sie schon mal einen Brand bekämpft?
    Waren Sie schon mal bei der Feuerwehr?
    Oder haben Sie schon mal mit Feuerpolizeivorschriften gebaut?

    Wohl kaum!

    So etwas kann überall und unglaublich schnell passieren und vieles hängt auch von der Rauchentwicklung ab. Und hier gab es enorm viel Rauch....
  • Peter  Graf aus Bad Ragaz
    02.01.2017
    Mich schockiert dieser brand. Wie kann es sein, dass ein massivbau derart abfackeln kann? Gab es keine brandabschnitte, welche das feuer einigermassen eingrenzen können? Wie steht es um die einbauten? Feuerbeständig? Feuerfest?
  • Burkhard  Vetsch 01.01.2017
    Ein herzliches Danke, an die Kameraden, die haben das ganze sehr gut gemacht. Danke an die Angehörigen der Feuerwehr, das sie Verständnis haben, das ihr Schatz im Einsatz wahr!
    Nach 30 Jahren in der Feuerwehr weis ich, was das heisst.
    Der Partner muss zurückstecken, und hoffen das alles gut geht!
    Danke für die Partner, die bangen mussten!