Muttersprache statt Französisch Lernen Primarschüler bald Albanisch?

Ein Schweizer Bildungsexperte will Kinder mit Migrationshintergrund in Kurse ihrer Muttersprache schicken. Den Französischunterricht will er streichen.

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Jeder fünfte Schüler in der Schweiz kann mit 15 Jahren kaum einen einfachen Text lesen und verstehen: Zu diesem Fazit kommt die jüngste Pisa-Studie. Und diese Erkenntnisse rütteln Fachleute auf.

Nun lanciert der Bildungsexperte des Schweizer Lehrerverbandes, Jürg Brühlmann, eine neue Idee, um die Leseschwäche zu bekämpfen: Fremdsprachige Kinder mit Migrationshintergrund sollen Kurse ihrer Muttersprache besuchen statt Französischunterricht. «Das wäre keine Dispensation, sondern ein Ersatz«, sagt er in der «NZZ am Sonntag». So hätten sie mehr Kapazitäten frei für das Erlernen von Deutsch.

Als prüfenswert bezeichnet der Präsident der Erziehungsdirektorenkonferenz, Christoph Eymann, diese Idee aus den Reihen des Lehrerverbandes. «Das ist ein guter Ansatz, der sich diskutieren lässt«, sagt er in der «NZZ am Sonntag». «Man darf die Kinder nicht überfordern mit den Sprachen.» Solche Entlastungen müssten jedoch im Einzelfall geprüft werden und dürften nicht für ganze Gruppen gelten.

Allerdings haben Kinder mit Migrationshintergrund in der jüngsten Pisa-Studie eher etwas aufgeholt. Darum müssten auch Massnahmen für leseschwache Kinder deutscher Muttersprache gefunden werden, sagt Eymann: «Es ist wichtig, dass wir die Lesekompetenz der Schüler früh und intensiv fördern.» (stj)

Publiziert am 11.12.2016 | Aktualisiert am 16.12.2016
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51 Kommentare
  • Giovanni  Boccacchio aus Zürich
    11.12.2016
    Es gibt ganz einfache und effiziente Methoden, Sprach- und Lesekompetenz zu fördern: monatlich ein Aufsatz, falls die Faulheit der Lehrer es erlaubt, Diktate, Bücher statt Handy und Computerspiele, und noch was: Gedichte auswendig lernen, Handschrift üben etc. Und die Eltern müssen ihre Sprösslinge eben aktiv unterstützen,
  • Peter  Stierli aus Geroldswil
    11.12.2016
    Experten wollen also noch mehr von unserem unser Geld unnötig zum Fenster rauswerfen!? Ich finde, diese Kinder werden von der Schweiz zu sehr verhätschelt und viel zu wenig gefordert. Es liegt auch an deren Eltern und an deren Kinder endlich aufzuwachen, auch diese Leute müssen etwas tun für ihre Zukunft und nicht einfach im gemachten Nest auf unsere Kosten das Leben geniessen.
    Noch etwas; bei uns spricht man Schwyzerdütsch!
  • Bollinger  Marc 11.12.2016
    Warum sollen eigentlich immer wir Eidgenossen uns anpassen?! Unsere Linkspolitiker tun alles dass sich die Ausländer pudelwohl bei uns fühlen. Es wäre sehr Willkommen, wenn diese Politiker das selbe für bedürftige Eidgenossen tun würden und alles unternehmen würden, dass es den eigenen in allererster Linie "gut gehen soll"! Wir schaffen uns und unsere Kultur irgendwie selbst ab, traurig!
  • Peter  Müller aus Bern
    11.12.2016
    Man sollte sich eher mal fragen, weshalb so viele albanisch sprechende Leute bei uns leben. Wie könnte man das ändern?
  • Boris  Fischer aus Möriken
    11.12.2016
    Unsere Kinder haben Schweizer und Russische Wurzeln. Wir schicken unsere Kinder am Samstag in die Russische Schule, die wir selber bezahlen. Ich finde aber, dass in der Primarschule alle Kinder gleich behandelt werden sollen oder einen Deutsch - Unterstützung erhalten sollten.
    Einzig schade ist das der private Aufwand nicht bei den steuern abgezogen werden kann.
    Ja die Muttersprache ist wichtig und soll gepflegt werden