Libyen-Geiseln Mutter hat Angst, dass sie vor der Rückkehr stirbt

  • Publiziert: 25.11.2009, Aktualisiert: 13.01.2012

BERN – Der Angehörige einer Libyen-Geisel geht an die Öffentlichkeit und bittet Diktator Muammar al-Gaddafi, die beiden Schweizer freizulassen. Bevor es für die Mutter des einen zu spät ist.

Moritz Göldi, der Bruder des in Libyen festgehaltenen Schweizers Max Göldi, tritt in einem Interview mit dem Schweizer Fernsehen in der Sendung «Rundschau» auf. «Wir warten seit 17 Monaten auf die Rückkehr von Max», sagt er. «Unsere Ängste werden immer grösser.»Moritz Göldi appelliert deshalb an die Grosszügigkeit des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi, die beiden Schweizer Max Göldi und Rachid Hamdani «in einem humanitären Akt» heimreisen zu lassen.Am schlimmsten sei es für die Familie, nicht zu wissen, wie es weiter geht. Seine Mutter leide am meisten darunter. Denn sie habe mit ihren 80 Jahren grosse Angst, dass sie sterben könnte, ohne ihren Sohn Max nachmals zu sehen.Lob für den BundesratÜber den Einsatz des Bundes für die Libyen-Geiseln äussert sich Moritz Göldi nur positiv: Er sei vom Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA regelmässig informiert worden. Oft sogar durch Aussenministerin Micheline Calmy-Rey persönlich.Die Kritik an Bundespräsident Hans-Rudolf Merz könne er nicht nachvollziehen. «Er hat meiner Mutter versprochen, er würde alles unternehmen, damit Max wieder nach Hause zurückkehren kann», sagt Moritz Göldi. «Daran glauben wir.»Laut den Aussagen seines Bruders gehe es Max Göldi nicht gut in Libyen. Er leide an Angstzuständen und Alpträumen. (noo)

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