Mund-zu-Mund-Propaganda gegen Rausschmiss

  • Publiziert: 24.04.2008, Aktualisiert: 03.01.2012
play Wird sich auch alt Bundesrat Leon Schlumpf (rechts, mit Brille) für seine Tocher weibeln? (Keystone)

CHUR – Die Bündner SVPler schwärmen aus, um ihren Rausschmiss aus der Mutterpartei zu verhindern: Persönliche Gespräche sollen das Unmögliche möglich machen.

Das ist der letzte Trumpf der SVP Graubünden: Partei-Exponenten im persönlichen Gespräch Kolleginnen und Kollegen der anderen Kantonalparteien von ihrem Standpunkt zu überzeugen. «Mehr können wir nicht tun», räumte der Interimspräsident Ueli Bleiker ein.

«Wir werden nochmals allen Kantonalparteien unseren Standpunkt schriftlich darlegen», sagte der Interimspräsident der Bündner SVP. Er hofft so, die Zweidrittelsmehrheit verhindern zu können, die es im Zentralvorstand braucht, um die Bündner Sektion auszuschliessen.

Rückendeckung erhofft sich Bleiker insbesondere von der Delegiertenversammlung der Berner SVP am kommenden Dienstag. Dann will die Berner Kantonalpartei ihre Haltung in der Ausschlussfrage von den Delegierten absegnen lassen. Die Geschäftsleitung der Berner SVP sprach sich gegen einen Ausschluss der Bündner aus.

Entsprechende Signale habe er erhalten, erklärte Bleiker. Die Unterstützung der Berner Basis werde zwar nicht einstimmig wie in Graubünden erfolgen. Doch eine klare Mehrheit werde es geben. (SDA/bih)

SVP hält an Ultimatum fest

BERN – Festhalten am Rausschmissplan und «No comment» zum Vorgehen der Bündner Sektion, so reagierte die SVP heute auf die neusten Entwicklungen im Fall Widmer-Schlumpf. «Es ist Sache der Kantone, was an ihren Delegiertenversammlungen läuft», sagte SVP-Sprecher Alain Hauert. «Die Frist für die Bündner Sektion läuft bis am 30. April», betonte der Sprecher. (SDA)

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