
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Wenn die beiden in Tripolis festgehaltenen Schweizer nicht bis morgen zurück sind, verliert Bundespräsident Hans-Rudolf Merz nach eigenen Aussagen «sein Gesicht». Stimmen die Informationen, die dem Nachrichtenmagazin «10 vor 10» vorliegen, werden die beiden Schweizer nicht nach Hause kommen.
Mohammed Siala, Kabinettsmitglied der libyschen Regierung, bestätigt gegenüber der britischen «Times», dass der libysche Staat den zwei Schweizern den Prozess macht – wegen Verstössen gegen Visabestimmungen.
Das sagt der britische Journalist Martin Fletcher im «10vor10»-Beitrag von heute Abend. Er ist für die «Times» in Tripolis und führte heute Mittag ein Interview mit Mohammed Siala, einem Mitglied der libyschen Regierung.
Mohammed Siala ist Mitglied der libyschen Regierung und Verantwortlicher für internationale Zusammenarbeit. Siala sagt im Interview mit der Times Brisantes: «Die zwei Schweizer haben gegen libysche Einreisebestimmungen verstossen. Wie in jedem anderen Land müssen die Schweizer deshalb vor ein libysches Gericht.»
Times-Journalist Fletcher betont gegenüber dem Nachrichtenmagazin: «Ich glaube, die zwei Schweizer Geiseln werden Libyen nicht so schnell verlassen können. Diesen Eindruck vermittelte jedenfalls das libysche Regierungsmitglied heute im Interview.»
Das eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA war am Abend nicht in der Lage, zu dieser Information Stellung zu nehmen. Auch das Finanzdepartement von Bundespräsident Hans-Rudolf Merz gab gegenüber «10vor10» keine Stellungnahme ab.
Schweizer Geiseln vor Gericht statt Heimflug! Nur eine weitere Drohgebärde oder geht Gaddafi jetzt auf Frontalkollision?
Verliert Bundespräsident Merz jetzt vollkommen das Gesicht?- AP