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«Ich kann beweisen, dass der Inlandgeheimdienst DAP versuchte, Hani Ramadan in eine Falle zu locken.» Das sagt Christian Z., der im Auftrag des DAP das Islamzentrum in Genf und dessen Leiter Ramadan ausspionierte (im BLICK). Die angeblichen Beweise laut Christian Z.: «Tonbandaufzeichnungen der letzten drei Sitzungen mit meinem Führungsoffizier, DAP-Kommissar Patrick S.*»
Mit «in die Falle locken» meint Christian Z.: «Meine Auftraggeber wollten, dass ich Ramadan mit terroristischen Kreisen in Verbindung bringe, um ihn zu diskreditieren.» Dieser Einsatz als «Agent provocateur», der Christian Z. auch nach Syrien führte, ist verboten. Justizminister Christoph Blocher hat den Einsatz solcher Mittel erst kürzlich in der Fragestunde des Parlaments abgestritten.
Per Mail hat Christian Z., der sich noch immer im Ausland versteckt hält, die Geschäftsprüfungsdelegation (GPDel) des Parlaments diese Woche kontaktiert. Sein Angebot: «Ich bin bereit, so rasch wie möglich von der parlamentarischen Kommission auszusagen.» Und er will den Parlamentariern als Beweis die Tonbänder sowie weitere Dokumente zur Verfügung stellen. «Die Tonaufnahmen belegen, dass meine Geschichte stimmt», liess er BLICK gestern wissen.
«Auf der Suche nach der Wahrheit muss die GPDel Christian Z. anhören», ist für Nationalrat Ueli Leuenberger (Grüne, GE) klar. GPDel-Sekretär Philippe Schwab will sich in dieser politisch brisanten Sache nicht in die Karten blicken lassen. Er bestätigt nur, dass die Delegation heute in dieser Sache zusammenkommt. «Das genaue Sitzungsprogramm, die Liste der anzuhörenden Personen sowie die Korrespondenz und die Dokumentation sind vertraulich», teilt Schwab mit.
Hani Ramadan sollte von Christian Z. in die Falle gelockt werden- Keystone