Moschee-Spion fand den Weg ins Bundeshaus

  • Aktualisiert am 03.01.2012
  • Von Henry Habegger und Beat Kraushaar

BERN – Bis Ende Jahr wollen die Geheimdienstkontrolleure des Parlaments ihren Bericht zur Geheimdienst-Affäre um Moschee-Spion Claude Covassi (36) vorlegen.

Offensichtlich hat der Moschee-Spion diesmal Wort gehalten und die für Geheimdienste zuständige Geschäftsprüfungsdelegation (GPDel) mit Informationen beliefert. GPDel-Sekretär Philippe Schwab jedenfalls betont gegenüber BLICK: «Wir haben in diesem Dossier derzeit keine Probleme. Die GPDel arbeitet intensiv und will bis Ende Dezember einen Bericht vorlegen.» Schwab weist darauf hin, dass dem Bundesrat das rechtliche Gehör gewährt werden muss.

Covassi behauptet etwa, er hätte dem Leiter des Genfer Islamzentrums, Hani Ramadan, im Auftrag des Inlandgeheimdienstes DAP Beweismaterial unterjubeln sollen. Covassi will das mittels Tonbandaufnahmen beweisen können. Ob und welche Beweise Covassi der GPDel vorgelegt hat, ist offen. Covassi selbst äussert sich derzeit nicht.

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