Kälte-Ticker Montenegro ruft den Ausnahmezustand aus

Die eisige Kälte hat Europa fest im Griff. Die Auswirkungen der Extrem-Kälte im Live-Ticker.

  • Publiziert: 11.02.2012, Aktualisiert: 21.02.2012

09. 19 Uhr: Mindestens sieben Menschen sind im Kosovo von einer Lawine getötet worden. Die Schneemassen hatten am Samstag in dem Dorf Restelica südlich der Stadt Prizren ein Haus mit elf Personen verschüttet, wie Medien am Sonntag in Pristina unter Berufung auf die Rettungsmannschaften berichteten. Ein Mädchen sei aus den Schneemassen gerettet worden. Nach drei Vermissten werde noch gesucht. Im Dorf liegt der Schnee zweieinhalb Meter hoch und die Zufahrtswege waren unpassierbar. Die internationale Schutztruppe KFOR und die EU-Rechtsstaatsmission (EULEX) hatten mit Helikoptern Retter zur Unglücksstelle gebracht und mit schwerem Räumgerät Zugänge geschaffen.

Samstag

19:43 Uhr: Die Behörden in Montenegro haben nach starken Schneefällen den Ausnahmezustand ausgerufen. Das berichteten die Medien übereinstimmend am Samstagabend in der Hauptstadt Podgorica.

Der Nationale Sicherheitsrat habe einen entsprechenden Beschluss gefasst. Damit werden Behörden und Unternehmen dem Innenministerium unterstellt. Mit Arbeitsverpflichtungen soll die Versorgung mehrerer tausend Menschen ermöglicht werden, die in vielen Dörfern von der Aussenwelt abgeschnitten sind. Ein wichtiges Ziel des Ausnahmezustandes im ganzen Land ist die Stromreduzierung, da das Netz wegen der extremen Kälte und dem hohen Verbrauch zusammenzubrechen droht.

09.33 Uhr: Um bei der extremen Kälte Strom zu sparen, hat die serbische Regierung die nächste Woche als arbeitsfrei bestimmt. Staatsunternehmen und Behörden bleiben geschlossen, private Firmen sollten ihren Mitarbeitern ebenfalls freigeben, entschieden die Minister in Belgrad. Schulen und Universitäten sind wie in der Vorwoche auch in den kommenden sieben Tagen geschlossen. «Wir reden über die Gefahr, dass das Stromsystem auseinanderfliegt», begründeten die Behörden ihren Schritt.

09.20 Uhr: Rom erlebt in diesen Tagen die heftigsten Schneefälle seit den 1980er Jahren. In der Nacht auf Samstag durchwehte auch ein eisiger Sturm die Ewige Stadt, seit Freitagnachmittag schneite es fast ununterbrochen. Das löste in der 3,5 Millionen-Einwohner-Metropole zum zweiten Mal binnen einer Woche ein Chaos aus. Das gesamte Verkehrsnetz kam zum Erliegen. Die grosse Stadtumfahrung musste aus Sicherheitsgründen gesperrt werden.

08.15 Uhr: In der vergangenen Nacht fielen die Temperaturen erneut deutlich unter die -20 Grad-Grenze. In Buffalora wurden -27.1 Grad gemessen, in Ulrichen -25.7 und in Davos -24.1 Grad. Wie «MeteoNews» schreibt, hält die Kältewelle in der Schweiz noch bis Montag an. Vor allem nachts gibt es weiterhin oft zweistellige Frostwerte.

Kommentare (17)

  • Walter  Nef , Niederweningen
    Die Klimaerwärmung schlägt voll durch darum ist es auch so heiss diesen Winter!
    Ertragen wir die IPCC und Medien Clowns die keine 60 er Jahren erlebt haben!
    • 10.02.2012
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  • Herbert  GEHRI , Rüfenacht (Gde. Worb)
    Es war in den letzten 60 Jahren schon schneereicher und kälter - und man hat es ohne den heutigen techn. Fortschritt überlebt. Und den Heizkomfort in den Häusern gab es auch nicht, verschweige denn Schuhwerk und Kleidung. Aber trotzdem sind viele heute 80 und 90 Jahre alt geworden.
    • 10.02.2012
    • 0 Gefällt mir
  • Herbert  GEHRI , Rüfenacht (Gde. Worb)
    Es war in den letzten 60 Jahren schon schneereicher und kälter - und man hat es ohne den heutigen techn. Fortschritt überlebt. Und den Heizkomfort in den Häusern gab es auch nicht, verschweige denn Schuhwerk und Kleidung. Aber trotzdem sind viele heute 80 und 90 Jahre alt geworden.
    • 10.02.2012
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  • Walter Hermann  Fröhlich-Gantenbein
    Offensichtlich haben wir verlernt wie man im Einklang mit der Natur lebt.
    • 09.02.2012
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  • Hugo  Ehrismann
    Fakt ist doch das es viel zu viele Menschen gibt auf der Welt und die Natur hat sich auch in der Vergangenheit immer gerächt.Die einen müssen sterben damit die anderen überleben können.Das war immer so und wird auch immer so bleiben.PS.Das ist auch bei den Tieren so,warum soll es denn bei den Menschen anders sein?Ob es sich um Kriege handelt oder um Naturkatastrophen spielt dabei keine Rolle.
    • 09.02.2012
    • 2 Gefällt mir
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