Mode Über 100 Jobs der Armani-Niederlassung im Tessin auf dem Spiel

MILANO - Die italienische Nobel-Modemarke Armani will nach Gewerkschaftsangaben über 100 Stellen in der Tessiner Niederlassung in Mendrisio streichen und nach Mailand verlegen. Von den heute 130 Angestellten sollen weniger als zehn in Mendrisio bleiben.

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Das sagte der Sekretär der Tessiner Gewerkschaft OCST, Giorgio Fonio, am Freitag der italienischen Nachrichtenagentur ANSA. Bereits Anfang Februar hatte die Gewerkschaft Alarm geschlagen. Mehrere Mitarbeiter hätten sich gemeldet, ihnen seien neue Stellen in Italien angeboten worden - zu deutlich schlechteren Konditionen.

Nun scheinen die Verlagerungspläne konkreter zu werden. Zwei Drittel der Angestellten seien Grenzgänger und könnten daher die neue Stelle in Mailand annehmen, sagte Fonio. Für die Schweizer hingegen ist das laut dem Gewerkschaftssekretär kaum möglich, denn statt 4000 Euro bekämen sie für ihre Arbeit in Mailand nur noch 1500 Euro. Von diesem Gehalt könne man in der Schweiz nicht leben.

Immerhin habe die Gewerkschaft erwirkt, dass ein Massenentlassungverfahren eröffnet werde. Ziel von OCST ist ein Sozialplan, der Entschädigungen für die Angestellten vorsieht, die ihre Arbeit verlieren oder nach Italien transferiert werden. Allzu grosse Hoffnungen schürt Fonio aber nicht: Die Positionen der Gewerkschaft und von Armani lägen noch weit auseinander.

Die Armani-Niederlassung in Mendrisio gehört mit weiteren multinationalen Modekonzernen zum sogenannten «Fashion Valley». Laut einem Bericht der Erklärung von Bern (EvB) von Mitte Januar nutzen die rund 27 Textilkonzerne, die sich dort seit 1997 niedergelassen haben, den Standort vorwiegend zur Steueroptimierung. (SDA)

Publiziert am 26.02.2016 | Aktualisiert am 19.04.2016
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Glanz und Gloria für Designer Giorgio Armani an einer Präsentation in Paris. Weniger glamourös geht es derzeit im Tessin zu: Dort bangen Armani-Mitarbeiter um ihren Job. play
Glanz und Gloria für Designer Giorgio Armani an einer Präsentation in Paris. Weniger glamourös geht es derzeit im Tessin zu: Dort bangen Armani-Mitarbeiter um ihren Job. KEYSTONE/AP/THIBAULT CAMUS

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