Mobilität Selbstfahrende Autos: Aus Autofahrenden werden Autoüberwacher

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung ist überzeugt, dass die Sicherheit im Verkehr deutlich erhöht wird, sobald Autos selber fahren können. Während der Übergangsphase befürchtet sie jedoch einen Anstieg der Unfälle und rät daher zum ständigen Blick auf die Strasse.

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Grundstein für die selbstfahrenden Autos seien die aktuellen Fahrassistenzsysteme, dank welchen die Hälfte der Unfälle vermieden werden könnten, schreibt die bfu am Dienstag in einer Mitteilung.

Zusammen mit dem Touring Club Schweiz (TCS) hat die Beratungsstelle solche Fahrassistenzsysteme von drei Automodellen (Mercedes E-Klasse, Tesla Model S, Volvo S90) getestet und dabei festgestellt, dass diese Mängel aufweisen. Die Systeme würden zwar beispielsweise mit dem Abstandstempomat oder der Verkehrszeichenerkennung den Fahrkomfort erhöhen. Allerdings seien die Warnhinweise schlecht wahrnehmbar gewesen.

In der derzeitigen Übergangsphase hin zum selbstfahrenden Auto müsse zwischen sicherheitsförderlicher Technik - wie automatisches Abbremsen in Notsituationen - und Komfortsystemen (Verkehrszeichenerkennung) unterschieden werden. Weil die Autos noch nicht zu allem fähig sind, müssten die Autofahrenden zudem jederzeit innert Sekunden das Auto übernehmen können. Der Fahrende wird dadurch zum Überwacher des Autos.

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung rät den Behörden deshalb, bei Sicherheitsbedenken Fahrzeugen die Zulassung zu verweigern. Zudem fordert sie, dass die Hersteller korrekt über die Grenzen der Systeme informieren und dass die Autolenker in der Übergangszeit weiterhin den Blick immer auf die Strasse lenken und die Hände am Lenkrad halten. (SDA)

Publiziert am 16.11.2016 | Aktualisiert am 16.11.2016
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