«Kampf-Schmuser» aus Tierheim geklaut Mashs Ex-Frauchen sagt: «Ich wars nicht!»

SCHÖFTLAND AG - Der American Bully Mash wurde in der Nacht auf den 24. Dezember aus dem Tierheim entführt. Ex-Halterin Sara Teixeira (21) sagt, sie habe damit nichts zu tun.

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Die junge Frau erinnert sich nicht gern an den vergangenen Sommer. «Das Veterinäramt hat mir damals meinen Hund weggenommen, obwohl es ihm bei mir gut ging. Jetzt haben ihn Gangster aus dem Tierheim geklaut. Die ganze Wut und Trauer kommt wieder hoch», sagt Sara Teixeira (21). Aber mit dem Raub aus dem Tierheim will sie nichts zu tun haben.

Nachbarn beschwerten sich

Der American Bully hat ein trauriges Schicksal. Das Veterinäramt hat den Listenhund im August beschlagnahmt, nachdem sich Nachbarn über Sara Teixeira beschwert haben. Sie behaupteten, sie sei als Halterin eines Kampfhundes ungeeignet. Der Rüde kam also ins Tierheim Böhler in Schöftland AG. Bei Sara Teixeira hiess der Rüde noch Pasha. Das Tierheim taufte ihn nach der Kastration um in Mash.

Im Dezember klauten ihn Unbekannte aus dem Tierheim. Laut der Kantonspolizei Aargau schlugen die Diebe eine Scheibe ein und holten sich den Kampfhund ganz gezielt aus seinem Gehege. Andere Verschläge beschädigten sie nicht (Blick.ch berichtete).

Sandra B. macht sich grosse Sorgen

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Sara Texeira mit Pasha alias Mash.

Seit der American Bully verschwunden ist, macht sich Sara Teixeira grosse Sorgen um den «Kampf-Schmuser», wie ihn das Tierheim im Suchinserat betitelte. Sie sagt zu BLICK: «Vermutlich ist er in falsche Hände geraten und wird jetzt schlecht behandelt.» Sie vermutet, dass ein abgelehnter Interessent der Dieb ist.

Sara Teixeira gibt zu, dass sie auch Fehler gemacht hatte. So erfüllte sie die Bedingungen für einen Kampfhund nicht. Im Kanton Aargau dürfen Listenhunde wie der American Bully nur mit Sachkundeausweis und Bewilligung vom Veterinäramt gehalten werden. Sie hatte den Hund vom Ex-Freund geschenkt bekommen und wusste nichts von einer Bewilligungspflicht.

5000 Franken für nichts

Die Verkäuferin hat zwar versucht, den Kurs nachzuholen. Doch es nützte nichts. Teixeira bekam den Hund nicht zurück, weil sie finanziell nicht in der Lage sei, für den Hund aufzukommen. «Obwohl ich einen Job und keine finanziellen Probleme hatte», sagt sie.

«Ich habe nach der Beschlagnahmung drei Monate um meinen Hund gekämpft. Ich habe sogar einen Anwalt eingeschaltet. Am Schluss habe ich 5000 Franken ausgegeben. Vergeblich. Der Anwalt sagte mir schliesslich, dass ich keine Chancen habe.»

Keine Spur von Mash

Nach der Beschlagnahmung hatte sie sich immer wieder eingeredet, dass es Pasha schon gut gehe. Jetzt geht das nicht mehr: «Er wurde geklaut und ich habe wieder Angst um ihn. Es ist jetzt das zweite Mal, dass ich nicht weiss, wo mein Hund ist. Jeder Hundehalter kann nachvollziehen, wie schlimm das ist.»

Pasha alias Mash ist noch immer wie vom Erdboden verschluckt. «Wir haben noch keinen Fahndungserfolg zu verzeichnen», sagt Polizeisprecher Roland Pfister.

Tierschützerin bezahlt Finderlohn

Tierschützerin Edith Zellweger (62) von der Aktiven Tierschutzgruppe Salez macht sich ebenfalls Sorgen um Pasha. «Das Tierheim hat ihn zwar kastriert, somit ist er als Kampfhund nicht mehr brauchbar. Trotzdem kann er von diesen Kreisen noch als Sparring-Partner anderer Kampfhunde eingesetzt werden.»

Edith Zellweger will in dem Fall dringend etwas erreichen: «Wer Pasha bei mir abgibt, dem biete ich 2000 Franken. Er kann das anonym machen. Ich verrate niemanden.»

Publiziert am 06.01.2017 | Aktualisiert am 06.01.2017
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8 Kommentare
  • Annemarie   Setz 07.01.2017
    Ist wirklich ein wunderschöner Hund. Diese Hunderasse braucht eine gute Erziehung und gute Führung. Es stimmt, dass solche Hunde eher zu Aggressivität neigen. Mit guter Haltung und voller Aufmerksamkeit kann man diese Tiere erziehen. Solch einen Hund kann man aber nicht irgend jemandem verkaufen. Da müssen Voraussetzungen vorhanden sein und Kontrolle. Leider sind es oft Wichtigtuer oder selber aggressive Menschen, die sich einen solche Hund aneignen. Aber ein Hund ist kein "Viech".
  • Gabor  Posch 07.01.2017
    Lange Rede, kurzer Sinn: Haltung, Einfuhr und Züchtung verbieten, soll der Mensch auf der andern Seite der Leine einen Kurs im festigen seines Selbstwertgefühls besuchen, dann braucht man auch kein solches Viech zu haben.
    • Elis  Züst , via Facebook 07.01.2017
      Aber Hallo was sind Sie den für ein Mensch. Erstens ist es ein ganz schöner Hund und kein Viech. Was würden Sie sagen, wenn jemanden zu Ihnen sagt das Sie hässlich sind???? Mehr Respekt bitte und denke Sie haben auch kein grosses Selbstwertgefühl, wenn Sie über jemanden urteilen wo Sie gar nicht kennen.
  • Martina  Schongau aus Schongau
    07.01.2017
    Wunderschöne Bilder. Super schöner Hund. Dieses hin und her tut ihm nicht gut. Hoffe er bekommt einen prima Platz mit Hundeerfahrenen Menschen. Kein Hund kommt böse auf die Welt. Gute Erziehung ist das A und O wie bei Menschen eigentlich auch.
  •   , via Facebook 07.01.2017
    Victor fletcher
    1. Ich wollte ein american bulldog und bekamm ein bully. !!!
    kein listen hund ist ein potenzielle kampfmaschiene die besitzer sind das !!!
    & heutzutage kann man über youtube und internet vieles über erzihung und hundehaltung erfahren.
    Sie wissen ja nicht mal ob ich nur geschmusst habe wieso behaupten sie das den ??
    Pasha folgte mir auf jedes wort lauft fuss und das mit 1 jahr aso behaupten sie nicht irgendwas ohne genauere sachen zu wissen :)
    • michel  koeb 07.01.2017
      Es gibt leider Hunde die sehr schnell agressiv gemacht werden können als andere. Das ist genetisch bedingt...Sie werden aus einem King Charles nie eine Kampfmaschiene machen, aus einem American Staff jedoch schon, und das ist genau das Problem. Wir haben einen Tervueren und 2 ...100 Prozent...Bastardmädchen ( ! )...da sieht man eindeutig den Unterschied trotz bester Erziehung !
    • Victor  Fletcher aus Meilen
      07.01.2017
      Bin selbst Hundehalter und erlebe oft gegenteiliges. Da kaufen junge Leute Rottweiler und Co. und unterschätzen die Ansprüche welche ein solcher Hund an sie stellt. Gerade in städtischen Gebieten werden solche dann vielfach von anderen Hunden abgeschottet und ständig an der Leine gehalten. Ein NoGo für einen zufriedenen Hund und nicht ohne auswirkungen auf sein verhalten. Theorie und in brenzligen Situationen schnell und richtig zu reagieren sind 2 paar Schuhe und langjährige Erfahrung das A&O!
  • Victor  Fletcher aus Meilen
    06.01.2017
    Schade um das schöne Tier! Aber dennoch habe ich meine mühe mit solchen Haltern. Hund geschenkt bekommen, nicht richtig informiert und vorbereitet, jung und wahrscheinlich Hunde-Unerfahren und sower besitzt eine potenzielle Kampfmaschine! Mash mag ja durchaus ein Kampfschmuser sein, er braucht jedoch auch konsequente Führung, klare Regeln, Freilauf und Kontakt zu anderen Hunden, dass er sich wohl fühlt und eines Tages nicht zum Problem wird! Nur schmusen reicht da leider nicht...