Hundsgemein! Der Familie Furter in Boniswil AG wird Jahr für Jahr die Hauskatze geklaut: Gebt uns unsere Büsi zurück!

BONISWIL AG - Familie Furter ist am Boden zerstört: Vor wenigen Tagen verschwand ihr Büsi Angie spurlos. Es ist bereits ihre dritte Rassekatze, die einfach weg ist. Mischling Nela hingegen, bleibt der Familie erhalten.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 «Sie hat immer gefressen, gefressen, gefressen» Alu-Dose tötet Schweizer...
2 «Sie hat immer gefressen, gefressen, gefressen» Alu-Dose tötet...
3 Dachschaden in Göschenen Kranführer verlegt Rohr auf Auto

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
57 shares
14 Kommentare
Fehler
Melden

Die Kinder malen einen kugelrunden, gold-gelben Katzenkopf aufs Papier, umrandet mit Herzen und Regenbogen. «Caramelbömbeli», nannten sie Büsi Angie liebevoll. «Sie war verspielt und verschmust. Wir spielten oft Verstecken», sagen sie.

Doch seit vorletztem Dienstag ist Angie weg. «Sie ist erst ein paar Monate alt und war nie länger draussen», erzählt Mutter Stephanie Furter (35).

Für die Familie aus Boniswil AG ist es nicht der erste Schicksalsschlag. Angie ist die dritte Katze, die in drei Jahren verschwunden ist. «Jedes Mal geht eine Welt unter», sagt die Mutter. «Vor allem die Kinder leiden enorm unter dem Verlust.»

Das erste Mal passiert es im November 2013. Nach nur einem Jahr bei der Familie verschwindet die Abessinier-Katze Stella. Zum Trost bleibt der Familie noch Bella, Stellas rothaarige Schwester. Doch im September 2014 kommt auch sie nicht mehr nach Hause. Und jetzt Angie.

Verkaufen die Diebe die Katzen weiter?

Alle drei Katzen verschwanden nach dem selben Muster: Eines Abends sind sie einfach weg. «Und dies, obwohl sie alle nie länger weg waren vor ihrem Verschwinden», sagt Furter. «Die Katzen waren zutraulich und liebten die Kinder! Zuvor waren sie auch nie nachts draussen.»

Furters haben einen Verdacht: «Es scheint, als ob jemand rassenreinen Büsis hinterher wäre, um diese weiterzuverkaufen!» Denn Bella und Stella waren Abessinier, Angie eine seltene LaPerm-Katze.

Den drei Stubentigern sah man an, dass sie aus einer Zucht stammten. Schlank und muskulös, grosse Ohren und sanftes Fell zeichnete sie aus.

Katzen aus Zuchthaltung können bis zu mehreren tausend Franken wert sein. Erst recht, wenn die jeweilige Rasse noch jung ist und in der Schweiz fast nicht erhältlich - so wie die LaPerm-Katze.

Mischling Nela wird nicht geklaut

Für die Diebstahl-Theorie spricht auch Katze Nela. Der getigerte Mischling ist seit drei Jahren bei Furters, streicht um die Häuser und ist auch länger draussen. «Warum passiert ihm nichts», fragt sich die Familie. «Wenn es fleischfressende Tiere hätte oder ähnliches, wäre er schon längst ein Opfer geworden.»

Und dann beobachteten Nachbarn noch einen unbekannten Kastenwagen, der langsam durch das Quartier fuhr.

Noch hoffen die Furters auf Hinweise zu Angie. «Jemand muss sie doch gesehen haben. Wir würden sie sogar wieder zurückkaufen!», sagt die Mutter. Die LaPerm-Katze hat eine Art Dauerwelle: Ihr gelocktes Fell fällt auf. Deshalb hofft Furter nun auf Hinweise.

Furters kaufen keine neue Katze

Die drei Sprösslinge Furters trifft der Verlust besonders hart. «Sie spielten und kuschelten rund um die Uhr mit ihnen und wurden sogar von den Katzen in die Schule begleitet.»

Eine neue Katze will die Familie im Moment aber nicht. «Wir wollen uns das nicht nochmal antun. Für die Kinder ist das der pure Horror.»

Publiziert am 12.03.2016 | Aktualisiert am 21.07.2016
teilen
teilen
57 shares
14 Kommentare
Fehler
Melden

14 Kommentare
  • Felix  Saxer aus Ruswil
    12.03.2016
    Tierheime sind überfüllt mit Katzen. Wahre Tierfreunde geben einem herrenlosen Büsi ein zu Hause und unterstützen die sinnlosen Katzenzuchten nicht.
  • Karin  Schwegler 11.03.2016
    Es gibt einen Sensor wo man die Katze orten kann. Wäre noch interessant. Auf der anderen Seite auch besser meine Katzen haben den nicht. Ich weiss nicht was ich mit dem Dieb machen würde, aber sicherlich nicht streicheln!
  • Fredi  Oberholzer , via Facebook 11.03.2016
    Gibt ja heute auch Moderne techniken umKatzen ausfindig zumachen..GPS halsband... Wen das einer Katze draussen abgenommen wird dann ist es eindeutig entführung .
  • markus  hanauer 11.03.2016
    Ich würde Rassekatzen nie frei herumlaufen lassen. Entweder in der Wohnung oder Im Garten das Katzengerecht eingezäunt ist.

    Nach der 2 verschwunder Katze sollte man etwas daraus gelernt haben.
  • Daniela  Müller 11.03.2016
    Seriöse Züchter geben Rassekatzen doch gar nicht an ein Zuhause mit Freigang ab? Wenn dann mit einem eingezäunten Garten. Und dann noch so eine besonders seltene und teure Rasse? Ich verstehe jeden, der seine Katzen nicht nur in der Wohnung halten will, aber dann ist eine "übliche" Katze wirklich die bessere Wahl, man muss es ja nicht gerade noch so fahrlässig herausfordern, besonders wenn es schon 2x vorher passiert ist. Traurig um die Katzen und die Kinder die sie jetzt vermissen.