Ermittler haben bösen Verdacht Das ist der Wildsau-Killer!

Er wohnt im gleichen Dorf, in dem die Tat geschah. Sein Geländewagen wurde beschlagnahmt und weist im Frontbereich offenbar Spuren der toten Wildschweine auf.

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Er ist locker gekleidet, in Jeans und Hemd. Forsch schreitet V. S.* (55) auf den BLICK-Reporter zu und meint barsch: «Gehen Sie weg von hier! Es ist nichts bewiesen. Und ich sage auch nichts dazu. Mein Anwalt kümmert sich nun um den Fall.»

Mit dem Fall meint der Aargauer die Wildsau und ihre drei erst einen Monat alten Frischlinge, die auf einem Feld in Böttstein AG gehetzt und totgefahren wurden. Vorsätzlich. Mit einem Geländewagen (BLICK berichtete). Mittlerweile haben die Ermittler einen schlimmen Verdacht: V. S. dürfte der Wildsau-Killer sein. Er wohnt im gleichen Dorf, in dem die grausige Tat geschah. Sein Geländewagen ist beschlagnahmt und weist im Frontbereich offenbar Spuren der toten Wildschweine auf.

«Welche Verdachtsmomente zum Beschuldigten geführt haben, kann die Staatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt geben», sagt Sprecherin Fiona Strebel. Aber sie sagt auch: «Richtig ist, dass ein Fahrzeug beschlagnahmt wurde und der Halter der Tat verdächtigt wird.» Beim Beschuldigten handle es sich «um einen 55-jährigen Schweizer».

V. S. ist in der Region kein Unbekannter. Er ist Landwirt und arbeitet im Nachbardorf als Bauführer in der Firma seines Bruders. Beide hatten schon öfter Ärger mit den Behörden. Einmal, weil sie auf ihrem Hof Tiere ununterbrochen angekettet im Dunkeln hielten. Ein anderes Mal ging es um eine fragwürdige Heizungsbewilligung auf dem Firmenareal des Bruders. Dieser verbot am Ende sogar dem Bauverwalter der Gemeinde eigenmächtig das Betreten des Areals.

Dass die Brüder in der Region offenbar eigene Gesetze pflegen und kritische Fragen an sie unerwünscht sind, musste gestern auch der BLICK-Reporter erfahren. Nachdem V. S. in seinem Kombi davongefahren war, eilte ihm sein Bruder zu Hilfe und drohte per herbeigerufener Polizei sogar mit einer Anzeige.

Die Ermittler werten nun aus, ob die Spuren am Geländewagen von V. S. zu den totgefahrenen Tieren gehören. Dafür wurden bei den Kadavern Haar- und Blutproben sichergestellt.

Doch warum könnte V. S. die Tat begangen haben? Es ist nicht mal sein Feld. Ein Bekannter: «Als Bauer hat er sich sicher geärgert, als er die Wildschweine auf dem Feld sah. Weil sie Schäden verursachen, muss er ausgetickt sein.»

Ob der Beschuldigte die Tat zugegeben hat, will die Staatsanwaltschaft nicht sagen. Aber offenbar ist man überzeugt, den Richtigen erwischt zu haben. Sprecherin Fiona Strebel: «Die Staatsanwaltschaft hat gegen den Beschuldigten ein Strafverfahren wegen Tierquälerei eröffnet.»

* Name der Redaktion bekannt

Publiziert am 13.10.2015 | Aktualisiert am 13.10.2015
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41 Kommentare
  • Sofia  Werder aus Zürich
    14.10.2015
    Es würde mich schon wundern, was das für Leuten sind, die den Finger gegen unten zeigen bei den Kommentaren. Der Tierquäler sollte meiner Meinung nach, ins Burghölzli eingeliefert werden, da ist sein wahres Zuhause ! so grobe Leuten sind abscheuliche Feiglinge die kein Respekt gegenüber Lebewesen haben !
  • Edith  Zellweger , via Facebook 13.10.2015
    Wenn er es ist, dann ab in den Knast und zwar für sehr lange Zeit.

    Die Schweiz sollte endlich einmal bei Tierquälereien hart durchgreifen, anstatt ständig unser Tierschutzgesetz zu Gunsten der Tierquäler zu verdrehen.
  • Thomas   Wassmer 13.10.2015
    Fals er der Täter war, so hoffe ich auf eine schwere Strafe für ihn.
    Sollte er entgegen aller Artikel hier im Blick, welche ihn an den Pranger stellen, unschuldig sein, so finde ich, dass er jeden der ihn hier drin auch als Täter bezeichnet, von ihm auf Schadensersatz verklagt werden, bis auf die letzte Unterhose.
  • Franz  Winkler 13.10.2015
    Hat der Typ eventuell eine Familien-Fehde ausgetragen? So auf den ersten Blick währe das nicht so abwägig.
  • Laurent  Loretan aus Ligerz
    13.10.2015
    Darauf kann es nur eine Antwort geben: sofortige und dauerhafte Aussetzung der Subventionszahlungen.