Er nannte sie «Bordsteinschwalbe» und «verlogenes Miststück» Spiess-Hegglin zeigt SVPler an

WIL/ZUG - Neue Anzeige in der Zuger Sex-Affäre: Jolanda Spiess-Hegglin zeigt SVP-Fraktionspräsident Mario Schmitt aus Wil SG wegen Ehrverletzung an. Er nannte sie eine Prostituierte.

Ein verhängnisvoller Abend in der «Captain's Lounge» veränderte ihr Leben: Zuger Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin. play

Ein verhängnisvoller Abend in der «Captain's Lounge» veränderte ihr Leben: Zuger Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin.

Niklaus Wächter

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Nachfolger für Präsident Matthias Jauslin gesucht Aargauer FDP-Chef...
2 Selbstverschuldet Junge Frau prallt in Baum
3 Er tötete seine Eltern in Sarmenstorf AG Andreas S. (33) ist laut...

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
180 shares
Fehler
Melden

Die Zuger Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin (35) holt zum Rundumschlag aus. Sie hat den Wiler SVP-Fraktionspräsidenten Mario Schmitt angezeigt. Es ist nicht die erste Anzeige wegen Ehrverletzung.

 

Schmitt hatte auf Facebook über Spiess-Hegglin geschrieben, er könne «diese Bordsteinschwalbe» nicht mehr sehen; sie sei ein «verlogenes Miststück», schreibt die «NZZ am Sonntag». Als «Bordsteinschwalbe» werden Prostituierte bezeichnet.

Zieht Urteil wegen Rassendiskriminierung weiter: Mario Schmitt,  SVP-Parlamentarier. play
Mario Schmitt, SVP-Fraktionspräsident Wil SG. zvg

Der SVP-Mann hat bereits verschiedentlich mit Äusserungen auf Facebook für Irritationen gesorgt. Im Sommer 2015 ist er wegen Rassendiskriminierung erstinstanzlich verurteilt worden. Der Richter bezeichnete Schmitt dabei als «Hassprediger in einem ­anderen Sinn». Das Urteil ist al­lerdings nicht rechtskräftig, da Schmitt dagegen Rekurs führt.

Im Zusammenhang mit der sogenannten Zuger Sexaffäre hat Spiess-Hegglin bereits mehrere Personen, unter ihnen den «Weltwoche»-Vize Philipp Gut, wegen Delikten gegen die Ehre angezeigt. Sie sagt, sie werde dies auch weiterhin tun, wenn sie neuer Tatbestände gewahr werde: «Das ist mein gutes Recht. Und es geht auch darum, anderen Mut zu machen, dass sie sich gegen sexistische Machokultur zur Wehr setzen.»

Publiziert am 07.02.2016 | Aktualisiert am 07.02.2016
teilen
teilen
180 shares
Fehler
Melden
Spiess-Hegglin: «Was ich gespürt habe, war eindeutig!»

TOP-VIDEOS