Bewegender Abschied der Opfer von Rupperswil AG: «Hier ist der Engel nicht gekommen»

RUPPERSWIL - AG - In einem berührenden Gottesdienst nahmen fast 500 Freunde, Verwandte und Schulkameraden heute Nachmittag Abschied von Carla Schauer (†48) und ihren beiden Söhnen Dion (†19) und Davin (†13).

So emotional war das Abschiednehmen von Carla, Dion und Davin

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Am Ende war der Andrang der Trauergäste für die reformierte Kirche in Rupperswil AG zu gross: Rund 200 Besucher mussten den Anlass deshalb vom Saal des Kirchgemeindehauses aus verfolgen. In einem emotionalen Gedenkgottesdienst nahmen sie Abschied von drei der Opfer des noch immer ungeklärten Tötungsdeliktes.

 

Dutzende Steine in Herzform legten Mitschüler zum Abschied von ihren Schulkameraden Dion und Davin an den Boden der Kirche. «Schaut die Steine an», sagt Pfarrer Christian Bühler (54) dazu. Wie ein Meteorit habe die schreckliche Tat das Haus der Familie Schauer getroffen. «Doch das Schwarze, Leere in unserer Mitte ist nicht die Wahrheit. Wahr ist, was wir im Herzen tragen», so die Trost spendenden Worte des Pfarrers.

Jetzt ist der Weg abgebrochen

In seiner Predigt zitierte Pfarrer Bühler aus dem Alten Testament der Bibel: «Als Isaak seinen Sohn hätte opfern sollen, kam ein Engel und sagte ‹Nein›. Aber hier ist kein Engel gekommen.»

Trauergottesdienst in Rupperswil: «Die Morde haben mich schwer getroffen»

 

Auch der verstorbenen Mutter der beiden Kinder, der 48-jährigen Carla Schauer, wurde nochmals mit warmen Worten gedacht. «Ein Sonnenschein» sei sie gewesen und sie habe im Leben immer wieder einen Weg gefunden, sagte Bühler über das älteste der vier Opfer. Jetzt sei der Weg jedoch abgebrochen.

Fragen über Fragen, aber keine Antworten

Das Leben in der ländlichen Gemeinde habe sich mit dieser Tat auf einen Schlag geändert, sagte der ebenfalls anwesende Gemeindeammann Ruedi Hediger. Alle seien verunsichert, und man wisse nicht, wie man sich verhalten soll. Es gebe Fragen über Fragen, aber keine Antworten.

Die Trauerfeier für das vierte Opfer, die 21-jährige Simona F., findet morgen in Hunzenschwil AG statt. Bereits Mitte der Woche bat die Trauerfamilie die Teilnehmenden, auf Trauerkleidung zu verzichten (BLICK berichtete). Stattdessen solle man mit Sneakers zum Gottesdienst kommen. Die junge Frau habe diese Art von Schuhen gemocht. (cat/SDA)

Publiziert am 08.01.2016 | Aktualisiert am 08.01.2016
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Rätselmorde von Rupperswil Hier findet der Trauergottesdienst für die Opfer statt

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5 Kommentare
  • Danielo  Meier 08.01.2016
    der Daume nach unten ist hier nicht angebracht. Mein Beileid den Hinterbliebenen.
  • Anna  Rusch 08.01.2016
    Man kann dieses Verbrechen nicht einordnen, nicht verstehen und niemals akzeptieren. Diese Handschrift ist nicht die unsere, die Art des Verbrechens nicht von hier, es sind Bestien die dies taten und hoffen wir, dass sie bald gefunden werden! Mein herzliches Beileid den Hinterbliebenen.
  • Oliver  Hardy 08.01.2016
    Bei so schrecklichen Taten fragt man immer nach dem WARUM?Warum
    mussten sie so bestialisch sterben?Wer macht so etwas und vor allem aus welchen Gründen.Werden wir die Antwort je erfahren?Können wir Menschen nicht in Frieden miteinander leben ist das so schwierig.
  • Iwan  AG 08.01.2016
    Falls die Mörder durch die Polizei gefunden werden, sollten diese sofort abgeurteilt werden ohne langes Verfahren und die Todesstrafe verhängt werden wie dies zu Kriegzeiten angewannt wurde.
    • Iwan  AG 08.01.2016
      Ihr mit dem Daumen runter sind wohl einverstanden mit dem was geschehen ist? Ihr seit wohl kein Haar besser als diese feigen Mörder!