Aargaus Justizdirektor zu den Rätselmorden von Rupperswil «Die Täter werden gefasst!»

Nachdem sich lange niemand zu dem Mordfall in Rupperswil AG äussern wollte, meldet sich jetzt der Aargauer Justizdirektor zu Wort.

Der Aargauer Justizdirektor Dr. Urs Hofmann (59, SP) ist überzeugt, dass der Fall gelöst wird. play

Der Aargauer Justizdirektor Dr. Urs Hofmann (59, SP) ist überzeugt, dass der Fall gelöst wird.

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Seit dem 21. Dezember 2015 quält die Schweiz eine Frage: Wer hat Carla Schauer († 48), ihre Söhne Davin († 13) und Dion († 19) sowie dessen Freundin Simona F.* († 21) in ihrem Haus in Rupperswil AG ermordet? Es gibt weitere offene Fragen, aber bisher kaum Antworten.

Die für den Fall zuständige Staatsanwältin Barbara Loppacher (41) will nichts sagen. Dafür spricht im BLICK jetzt erstmals der für die Aargauer Polizei und Staatsanwaltschaft zuständige Justiz­direktor Urs Hofmann (59, SP) ausführlich über den Vierfach-Mord. Er sagt: «Der Fall beschäftigt und bedrückt mich sehr – wie viele Menschen in der Schweiz –, und er geht mir auch nachts immer wieder durch den Kopf. Dabei denke ich auch an die Angehörigen und Freunde der Opfer, die auf brutalste Weise geliebte Menschen verloren haben.»

Was sagt Hofmann dazu, dass die Staatsanwaltschaft so zurückhaltend über Ermittlungsergebnisse informiert? «Die Zuständigkeit für die Information liegt von Gesetzes wegen bei der Staatsanwaltschaft.» Er ergänzt: «Die Intensität der Information ist für mich aufgrund des Ermittlungsstandes korrekt.»

Ob es eine heisse Spur zur Täterschaft gibt, sagt Hofmann nicht. Doch: Warum werden bei dieser Deliktdimension nicht weitere Zeugenaufrufe gestartet oder zumindest verdächtige Personen verhaftet? Hofmann: «Detaillierte Zeugenaufrufe wurden getätigt.» Mehr sagt er zu der Frage nicht.

Er verstehe, dass in der Bevölkerung und besonders in Rupperswil eine grosse Unsicherheit herrsche. Eben weil die Täterschaft nicht gefasst ist. «Selbstverständlich habe ich Verständnis für Unbehagen und Ängste in der Bevölkerung.» Er versichert, «dass Staatsanwaltschaft und Polizei mit Hochdruck und mit grösster Professionalität an der Aufklärung dieser ruchlosen Tat arbeiten».

Laut dem Justizdirektor stehen mehrere Dutzend Mitarbeitende von Polizei und Staatsanwaltschaft im Einsatz: «Es handelt sich dabei um den aufwendigsten Kriminalfall im Aargau seit Menschengedenken. Diese Tat darf nicht ungesühnt bleiben.» Und er ergänzt: «Ich bin überzeugt, dass der oder die Täter gefasst werden. Die Aargauer Kantonspolizei ist bekannt für ihre hohe Aufklärungsquote bei Kapitalverbrechen.»

Hofmann, der wegen des Falles seine Weihnachtsferien im Goms abbrach, wird heute und morgen an den Gedenkfeiern für die Opfer teilnehmen. BLICK weiss: Auch dort laufen Ermittlungen. Die Beamten prüfen zudem Hunderte von Handykontakten der Getöteten. Neuigkeiten will die Staatsanwaltschaft erst kommunizieren, wenn der Ermittlungsstand es zulässt.

* Name der Redaktion bekannt

Publiziert am 08.01.2016 | Aktualisiert am 08.01.2016
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Rätselmorde von Rupperswil Hier findet der Trauergottesdienst für die Opfer statt

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47 Kommentare
  • Diego  KH , via Facebook 08.01.2016
    Und wenn Sie gefasst sind, erwarten diese abschäuliche Mörder leider nur ein kurzer Aufenthalt im Schweizer Strafparadies!!!
  • Michael  Schweizer aus Biel/Bienne 3
    08.01.2016
    Beruhigungsmeldung Nr. ? ..die Täter werden wohl kaum gefasst! Eine typische - billige - Standardfloskel einer total überforderten Polizei und Justiz. Bei Verkehrskontrollen mit Bussen-Ertrag hingegen ist die Polizei und Justiz unglaublich effizient!
  • Daniel  Kohler aus Wohlen
    08.01.2016
    Wuerden wir ja gerne glauben, aber nach dem Trauerspiel von Emmen, wo die Chancen ungleich besser sind, man sogar eine direkte Augenzeugin hat, ist das Vertrauen nicht grad gewachsen. Ich tippe in beiden Faellen auf Taeter aus Osteuropa, die die offenen Grenzen nutzen und laengst ueber alle Berge sind.
    • Marco  Weber 08.01.2016
      Früher waren solche Verbrechen ja gar nicht möglich das man aus dem Land verschwunden ist weil die Grenzen ja damals noch geschlossen waren... oder Moment..... ach doch nicht! Hat wohl nichts mit den "offenen" Grenzen zu tun!
  • Felix  Saxer aus Ruswil
    08.01.2016
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Täter aus dem Familienumfeld stammen. Da waren meiner Meinung nach gut organisierte Profis am Werk, die sich sofort wieder ins Ausland absetzten. Mord war eher nicht vorgesehen, denn hierzu hätten sie sicher Schusswaffen eingesetzt.
  • Andreas  Bründler 08.01.2016
    Dass die Ermittlungsbehörden ihre Arbeit prima erledigen bin ich mir sicher. Leider nimmt die sonst hohe Aufklärungsquote bei solchen Delikten im Verlauf der Zeit schnell ab und da es offenbar keine Verdächtige noch gibt deutet daraufhin, dass Täter und Opfer nicht in einer direkten Beziehung standen...und dann ist die Aufklärungsquote leider sehr niedrig. Zusammen mit der restlichen Geschehnissen letzter Zeit lässt mich dies die Anschaffung einer Handfeuerwaffe zur Eigenschutz zu überlegen.
    • Marco  Weber 08.01.2016
      Ich bezweifle das Ihnen in einem solchen Fall eine Handfeuerwaffe irgendwas genützt hätte! Solche Täter sind nicht dumm! Die wissen normalerweise ganz genau was sie machen!