Aargauer Polizei schreckt Anwohner auf Mit dem Armee-Heli auf Einbrecher-Jagd

Die Einwohner von Frick AG wurden letzte Woche mitten in der Nacht durch Helikopter-Lärm aufgeschreckt. Viele waren beunruhigt, weil sie nicht wussten, was los war.

Aargauer Polizei: Sucht mit Super-Puma in der Nacht nach Einbrechern play
Mit Nachtsichtgerät FLIR ausgestattet: Super-Puma der Schweizer Armee. Luftwaffe.ch

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In der Aargauer Gemeinde Frick sorgte ein Super-Puma der Armee am letzten Freitag für nächtlichen Lärm. «Muss man sich Sorgen machen?», fragte eine Einwohnerin auf Facebook. Eine Antwort wusste zur Stunde niemand.

Erst am nächsten Morgen löste die Kantonspolizei Aargau in einer Medienmitteilung das Rätsel: «Grossfahndung nach Einbruch.» Unbekannte seien in das Recycling-Center in Frick eingedrungen und – weil sie offenbar gestört worden seien – ohne Beute geflohen.

Einen Fahndungserfolg konnten die Beamten nicht aufweisen – trotz des Aufgebots des mit Nachtsichtgerät ausgestatteten Helikopters.

Verständnis für Klagen über Lärm

Kapo-Sprecher Bernhard Graser zeigt gegenüber der «Aargauer Zeitung» zwar Verständnis für Klagen über die nächtliche Lärmbelästigung. Doch der Einsatz war seiner Ansicht nach nicht unverhältnismässig. Schliesslich habe man es «bei Recycling-Centern erfahrungsgemäss mit bestens organisierten Profi-Einbrechern aus dem Ausland zu tun.» 

Finden Sie den Super-Puma-Einsatz verhältnismässig?

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Die Bevölkerung noch während des Einsatzes via Twitter oder Facebook über das Geschehen zu informieren, sei aufgrund der zur Verfügung stehenden Ressourcen nicht möglich gewesen. Graser: «Als kleinstes Polizeikorps im Verhältnis zur Wohnbevölkerung fehlen uns die Mittel, um ausserhalb von Grossereignissen einen solchen Service zu gewährleisten.» (noo)

Publiziert am 18.10.2016 | Aktualisiert am 31.10.2016
  Swiss Air Force

«FLIR» sieht bei völliger Dunkelheit

Die Schweizer Luftwaffe hält ständig einen FLIR-Super-­Puma zur Unterstützung von Polizei oder Grenzwache bei Rettungs- und Sucheinsätzen bereit. Die Abkürzung FLIR steht für «Forward Looking Infrared» und weist auf die hochsensiblen Infrarot-Detektoren hin, welche an der Unterseite des Helikopters befestigt sind. Die stärken des FLIR liegen gemäss Armee im «tageszeitunabhängigen Auffinden von Wärmequellen». Die Sensoren sind in der Lage, selbst minimale Temperaturunterschiede von 0,2 Grad darzustellen. Dank der hohen Abbildungsleistung können auch Überwachungsaufgaben aus grosser Höhe und Distanz geleistet werden. (ps)

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3 Kommentare
  • tom  tomason 18.10.2016
    Ist es wirklich notwendig über jeden Flug der in der Schweiz ausgeführt wird so ein Theater zu machen? Zum Glück hat die Luftwaffe nicht mehr 500 Flugzeuge / Helikopter, der Blick würde ja eine Tonne schwer .
  • Marcel  Blattner , via Facebook 18.10.2016
    Ob verhältnismässig ja oder nein.Es ist zu spät, für diese Umfrage.Den es wurde schon gemacht.
    Überlassen wir das den Profis.Es ist auch richtig aus Ermittlungstaktischen gründen, nicht über alles Auskunft zu geben.
  • Ivo  Steinmann aus Zürich
    18.10.2016
    Ich frage mich manchmal, was für ein Typ-Mensch diese Berufs-Beunruhigten sind. Und wie man sich über einmaligen nächtlichen Helikopterlärm sofort beklagen kann. Es ist ja etwas anderes, wenn es täglich vorkommt, aber 1-2x und dann gleich bei der Polizei anrufen. Seltsame Spezies....