90 Plätze Flüchtlinge ziehen ins «Rössli» in Unterentfelden AG

Der Kanton Aargau mietet das ehemalige «Rössli» in Unterentfelden und will dort 90 Asylsuchende aufnehmen. Die Bevölkerung wird im Januar informiert.

Das ehemalige Restaurant Rössli in Unterentfelden AG. Hier sollen 90 Asylsuchende einziehen. play
Das ehemalige Restaurant Rössli in Unterentfelden AG. Hier sollen 90 Asylsuchende einziehen. Google Streetview

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Im ehemaligen Gasthof «Rössli» in Unterentfelden AG kann der Kanton Aargau eine kantonale Asylunterkunft eröffnen. Der Entscheid zur definitiven Anmietung der Liegenschaft in Unterentfelden durch das Departement Gesundheit und Soziales (DGS) fiel Mitte Dezember.

Damit könne der Kantonale Sozialdienst rund 90 neue Plätze für Familien oder Einzelpersonen schaffen, teilte das DGS am Freitag mit. Auch eine gemischte Nutzung durch beide Gruppen sei möglich.

Info-Veranstaltung im Januar

Weitere Details zum Betrieb der Unterkunft wollen der Kanton und die Gemeinde Unterentfelden im Januar besprechen. Geplant ist auch eine gemeinsame Informationsveranstaltung für die Bevölkerung.

Im Kanton Aargau bestehe Handlungsbedarf zur Schaffung neuer Unterbringungsplätze, heisst es in der DGS-Mitteilung weiter. Die Situation im Kanton Aargau werde sich bis Mitte 2017 verschärfen, weil verschiedene kantonale Standorte aufgrund von beendeten Zwischennutzungen oder auslaufenden Mietverträgen wegfallen.

Proteste gegen Unterkunft in Muhen AG

Damit verliert der Kantonale Sozialdienst über 500 Plätze für Asylsuchende. Zudem sind laut DGS zusätzliche oberirdische Plätze nötig, um die unterirdischen Unterkünfte, deren Betrieb aufgrund des erhöhten Betreuungsbedarfs kostenintensiv ist, baldmöglichst abzulösen. Weiter rechnet das DGS damit, dass die Zahl der Asylsuchenden im Frühjahr 2017 wieder ansteigen wird.

Die Anmietung eines weiteren, derzeit leerstehenden Restaurants ganz in der Nähe misslang dem DGS hingegen. Das Restaurant «Waldeck» in Muhen, wo 60 Asylbewerber hätten untergebracht werden sollen, wurde nach Protesten aus der Bevölkerung von der Gemeinde selber angemietet. Diese will dort nun provisorischen Schulraum schaffen. (SDA)

Publiziert am 23.12.2016 | Aktualisiert am 23.12.2016
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6 Kommentare
  • Jean-Pierre  Hubschmid aus Bülach
    24.12.2016
    Für die Rest,Hotel,Gasthausbesitzer gibt es kein sicheres hoches Einkommen als Ihr Lokal dem Departement Gesundheit und Soziales zu vermieten.War mal Pächter von Rest.Freieck in Grüt /Gossau Zürich und heute ist tatsächlich eine Asylunterkunft.Pächter bringen den Mietzins kaum mehr zusammen ( stimmt mit dem Umsatz nicht mehr) und geben auf zur Freude der Besitzer. Ringer sicher und gewinn bringender geht es kaum mehr. Wird nach verlassen wieder auf Hochglanz gebracht.Auch vorher wird Renoviert
  • marc  klauser aus schmitten
    24.12.2016
    Alles eben ein geduldiges Rösslispiel, wohin das auch führen mag.
  • Nötig  Hans aus Aarau
    23.12.2016
    Ich frag mich wirklich langsam wo das ganze hinführen soll. Die Sozialkosten steigen stetig weiter an, die Lebenskosten für die Bevölkerung steigen ebenso kontinuierlich an, es gibt in ganz Europa immer grösseren Unmut im Zusammenhang mit der Flüchtlingspolitik, gerade nach Berlin wo man die Auswirkungen der unkontrollierten EInfuhr gesehen hat und trotzdem werden die Bedenken der betroffenen Leute stets ignoriert. Ich hoffe zumindest auf Familien und keine Wirtschaftsflüchtlinge.
    • Fritzpeter  Friedli , via Facebook 24.12.2016
      Hr. Nötig Aarau: In Zukunft werden noch viele Rest. Rössli um genutzt für Flüchtlingsunterkünfte! Die neueste Meldung erstaunt nicht mehr! Hannover: Die Zahl der Weltbevölkerung ist in diesem Jahr in etwa um die Einwohnerzahl Deutschlands gestiegen. Zum Stichtag 1. Januar werden voraussichtlich rund 7,474 Mrd. Menschen auf der Erde leben. Heisst, weitere Mill. Menschen müssen vor Krieg flüchten, werden vegetieren vor Hunger, Durst, kein Dach, ohne die Medizin u. Hygiene. Wir haben noch Hoffnung?
  • Fritzpeter  Friedli , via Facebook 23.12.2016
    Sicher wird das Hotel-Restaurant "Rössli" im Innern noch Fit gemacht, der eine oder andere Raum umgestaltet, auch neue Geräte müssen her. Nicht vergessen die Aussenfassade frisch zu streichen und dem Vorplatz ein freundlicheres Gesicht geben. Mehr Grün statt Parkplätze. So investieren wir in die Zukunft. Der Bierproduzent Feldschlösschen soll als Sponsor einen Beitrag leisten, schliesslich viele Jahre am Bierumsatz mitverdient. Die 90 Gäste werden sicher mit Freude darauf anstossen. Vielen Dank!
    • Roman  Bachmair aus Naters
      23.12.2016
      Ja Herr Friedli, gewiss "stossen" die darauf an. Man hat es ja gelesen, was in Aarau mit Sicherheitsleuten passiert ist, welche einen nicht berechtigten Eritreer aus der Asylunterkunft holten und im Anschluss daran von den anderen Betrunkenen Eritreern mit Flaschen und Stühlen beworfen worden sind...

      Benehmen sich so "Verfolgte" bzw. eben "Flüchtlinge"? Meiner Meinung nach nein und gemäss derselben gehören diese Eritreer endlich einmal umgehend weg, damit effektiv Verfolgte hier Platz finden.