Radar für 200'000 Franken Gefängnis Lenzburg kauft Drohnen-Abwehrsystem

Die Justizvollzugsanstalt Lenzburg (JVA) rüstet im Kampf gegen Drohnen auf. Für 200'000 Franken wird auf dem Areal der JVA eine Detektionsanlage zur Früherkennung von kleinen Flugobjekten installiert.

Kampf gegen Drohnen: Gefängnis Lenzburg kauft Drohnen-Alarmsystem play
Die Justizvollzugsanstalt (JVA) Lenzburg im Kanton Aargau richtet ein System zur Abwehr von Drohnen ein. Bislang ist es noch zu keinem Vorfall gekommen. Keystone

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Weltweit nehmen Angriffe mit Drohnen gegen Gefängnisse zu. Nun rüstet sich die JVA Lenzburg gegen diese neuartige Bedrohung – auch wenn es dort noch nie einen konkreten Vorfall gab. 

Wie der Kanton Aargau in einer Mitteilung schreibt, erhält die Haftanstalt eine Detektionsanlage zur Früherkennung von Kleinflugobjekten. Diese ist in der Lage Drohnen, Modellflieger, Ballone aber auch Gegenstände ab einer Grösse von sieben Zentimetern, die über die Gefängnismauer geworfen werden, mittels eines kombinierten Radar- und Videosystems zu erfassen.

Keine aktive Störung

Die Anlage soll im kommenden Frühjahr in Betrieb gehen. Sie diene dazu, das Personal rechtzeitig zu alarmieren, damit dieses auf dem weitläufigen Areal die entsprechenden Massnahmen treffen könne, heisst es.

Auf eine aktive Störung von motorisierten Drohnen mittels elektronischer Störmechanismen wurde verzichtet. Ein solches System könnte gemäss DVI mit der technischen Entwicklung von Drohnen nicht Schritt halten und wäre mit wesentlich höheren Kosten verbunden.

Auch so ist die Anlage aber nicht ganz billig. Das System der Firma Rheinmetall Air Defence AG kostet 200'000 Franken.

Die JVA setzte bereits vor Jahren auf eine technische Innovation. Seit 2007 ist eine flächendeckende Handy-Störanlage in Betrieb. Die Anlage misst, ob innerhalb der JVA eine Verbindung aufgebaut werden soll - und sendet dann Impulse, um den Kontakt zu unterbinden.

Die JVA Lenzburg zählt 300 Vollzugsplätze. Davon sind 216 Plätze im geschlossenen Vollzug für Männer. Weitere 84 Plätze stehen zur Verfügung für Untersuchungshaft, Halbgefangenschaft sowie Kurzstrafen für Jugendliche, Frauen und Männer. (bau/SDA)

Publiziert am 17.11.2016 | Aktualisiert am 17.11.2016
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7 Kommentare
  • Hans  Gusen aus Zug
    17.11.2016
    Ich hätte mit der Investition noch zugewartet. Ein Pilotversuch ist immer heikel und vor allem teuer - in einigen Jahren wäre das Abwehrsystem sicherlich zu einem Bruchteil des heutigen Preises zu erwerben.
  • Hans  Gusen aus Zug
    17.11.2016
    Da noch Erfahrung mit solchen Systemen fehlt, hätte ich mit der Investition zugewartet. Ein Pilotversuch ist immer riskant und vor allem teuer - 200000 CHF sind ja verrückt! In einigen Jahren wäre das System sicher zu einem Bruchteil des heutigen Preises erhältlich.
  • Hans  Gusen aus Zug
    17.11.2016
    Da noch Erfahrung mit solchen Systemen fehlt, hätte ich mit der Investition zugewartet. Ein Pilotversuch ist immer riskant und vor allem teuer - In einigen Jahren wäre das System sicher zu einem Bruchteil des heutigen Preises erhältlich.
  • Fliederotto  Silkonbort aus Rheintal
    17.11.2016
    Und jede Drohne die reinkommt schauen wer der Empfänger ist und das System grad verrechnen. Damit ist Kostenneutralität gewahrt
  • Köbi  Keller aus Seon
    17.11.2016
    Es ist nicht zu fassen, da erfindet man einen virus um danach ein medikament verkaufen zu können. Unser "Fortschritt" zeigt das paradebeispiel zum unnötigen produkt "drohnen"
    • Thomas  Hager aus Luzern
      17.11.2016
      Das Produkt Drohnen kann auch sehr sinnvoll eingesetzt werden, beispielsweise um Rehkitze vor Mähdreschern zu schützen oder um sich bei Naturkatastrophen einen Überblick zu verschaffen undsoweiterundsofort.
    • Anton  Fux 17.11.2016
      Zu kurz gegriffen: Dynamit kann auch Tunnel freisprengen. Oder Menschen...